Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Neuruppin hat finanziell zu knabbern

Was bleibt, ist Verschleiß Neuruppin hat finanziell zu knabbern

Der Neuruppiner Stadtbauhof muss im nächsten Jahr noch mehr sparen als bisher ohnehin schon. Im Entwurf des Stadthaushaltes für 2016 sind für die Leistungen des Bauhofes rund 175 000 Euro weniger vorgesehen als 2015. Im Bauausschuss machten sich mehrere Stadtverordnete Sorgen, ob der Bauhof dann noch arbeitsfähig ist.

Voriger Artikel
Singend am Ruppiner See
Nächster Artikel
Horst Evers brillierte in Neuruppin


Quelle: dpa

Neuruppin. Die Finanzlage der Fontanestadt ist offenbar bei Weitem nicht so rosig, wie Neuruppins Kämmerer Willi Göbke sie noch am Dienstag im Sozialausschuss dargestellt hat. Die Stadt rechnet zwar in den kommenden Jahren mit mehr Steuern und insgesamt steigenden Einnahmen. Die laufenden Ausgaben nehmen aber offenbar noch schneller zu. Neuruppin stehen deshalb erneut drastische Einsparungen bevor – das gilt besonders im öffentlichen Bereich, bei Straßen, Wegen, Grünanlagen und in den Ortsteilen.

Betroffen ist zum Beispiel der Stadtbauhof. Schon in den vergangenen Jahren musste das städtische Unternehmen aushalten, dass die Stadt sein Budget zusammengestrichen hat. Eigentlich war allen klar, dass der Bauhof mehr Geld braucht, wenn er alle Arbeiten weiter wie bisher erledigen soll. Doch statt mehr bekommt er 2016 erneut weniger Geld. Voraussichtlich muss der Bauhof noch einmal 175 000 Euro einsparen. Die Stadtverwaltung denkt darüber nach, die Pflege von Grünanlagen noch weiter zusammenzustreichen. Das Rasenmähen auf städtischen Flächen könnte ganz gestrichen werden. Das Bauamt kündigte an, die Wartung von Spielplätzen einzustellen. Schlaglöcher können nur noch in absoluten Ausnahmefällen geflickt werden. Für die Sanierung von kaputten Fahrbahndecken hat Neuruppin gar kein Geld. Der Babimostring gleicht einem Flickenteppich – seit Jahren schiebt die Stadt die dringend nötige Sanierung der obersten Verschleißschicht vor sich her; inzwischen fürchtet Baudezernent Arne Krohn, dass die Straße demnächst komplett saniert werden muss, nicht nur die Deckschicht. Auch die eigentlich geplante Sanierung der Fassade an der Wilhelm-Gentz-Schule ist für 2016 gestrichen. Statt der erwarteten 200 000 Euro stehen nur 20 000 Euro im Stadthaushalt. Die Stadtverwaltung hofft, dafür später Fördermittel einsetzen zu können. Das Budget von 100 000 Euro für die Ortsteile fällt dagegen ganz weg.

Baudezernent Krohn sieht den Etatentwurf für 2016 trotzdem nicht nur negativ. „Positiv ist: Wir haben einen ausgeglichenen Haushalt“, sagt er. Das schaffe längst nicht mehr jede Gemeinde. Krohn beschwerte sich im Bauausschuss auch nicht, dass der Kämmerer gerade in seinem Bereich so viel gestrichen hat: Mehr Geld sei eben nicht vorhanden. „Das ist ein System mit kommunizierenden Röhren. Wenn man sich das eine leisten will, muss man an anderer Stelle sparen.“ Wie das städtische Bauamt mit dem Budget auskommen wird, ist aber unklar. Krohn: „Das ist Minimum minus X.“

Nichts gestrichen hat Kämmerer Willi Göbke bisher bei den freiwilligen Leistungen. Insgesamt gibt Neuruppin für Jugendkunstschule, Museum, Tierpark, Jahnbad und Zuschüsse für Vereine mehr als vier Millionen Euro aus. Dafür gibt es auch 2016 Geld, sagt Göbke: „Wir können so weitermachen wie bisher.“ In den vergangenen Jahren hatte die Stadt mehrfach von den Vereinen Sparvorschläge verlangt. Die kamen aber nie, und inzwischen ist keine Rede mehr davon. Einsparungen hat Göbke in dem Bereich diesmal gar nicht erst vorgeschlagen: „Dafür sehe ich keine politischen Mehrheiten.“

Von Reyk Grunow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg