Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Neuruppin hinkt weit hinterher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin hinkt weit hinterher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 25.01.2016
Großeinsatz bei einem Waldbrand in Gühlen-Glienicke nördlich von Neuruppin. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Die Feuerwehren der Stadt Neuruppin verfügen zwar über 225 Brandschützer im aktiven Dienst. Doch im Verhältnis zu der Einwohnerzahlzahl der Kreisstadt liegt Neuruppin damit am Ende in Ostprignitz-Ruppin.

„Nicht mal ein Prozent der Einwohner sind Mitglied bei der Neuruppiner Feuerwehr“, sagt Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald enttäuscht. „Das ist eigentlich beschämend.“ Denn im Kreisdurchschnitt sind fast zwei Prozent der Einwohner bei der Feuerwehr aktiv.

Spitzenreiter in Ostprignitz-Ruppin ist laut den Berechnungen des Kreisbrandmeisters das Amt Temnitz. Die 225 Brandschützer bedeuten rein rechnerisch, dass mehr als vier Prozent der Einwohner des Amtes Temnitz im Dienste der Feuerwehr anderen helfen, wenn diese in Not sind. Auch in den Gemeinden Heiligengrabe (3,5 Prozent) und Fehrbellin (3,1 Prozent) liegt die Feuerwehrdichte deutlich über dem Kreisdurchschnitt von 1,9 Prozent. Das gilt ebenfalls für die Stadt Rheinsberg (2,9 Prozent), das Amt Lindow (2,7 Prozent) und das Amt Neustadt (2,2 Prozent). Lediglich die Gemeinde Wusterhausen (1,9 Prozent) sowie die Städte Wittstock (1,8 Prozent) und Kyritz (1,1 Prozent) kommen in die Nähe der mageren Feuerwehrdichte von Neuruppin. Dabei haben die Brandschützer in der Fontanestadt die meisten Einsätze aller Feuerwehren im Landkreis zu meistern. Möglich ist das nur, weil Neuruppin zwölf hauptamtliche Feuerwehrleute hat, die als Gerätewart angestellt und dadurch stets einsatzbereit sind. Die Hauptwache in der Kreisstadt rückte im vergangenen Jahr allein zu 468 Einsätzen aus (die MAZ berichtete).

Um auch in der Woche einsatzbereit zu sein, hat die Gemeinde Heiligengrabe eine sogenannte Löschgruppe Tag gebildet. „Wir haben mit den Betrieben im Umfeld vereinbart, dass die Feuerwehrleute bei einem Einsatz sofort gehen können“, sagte Bürgermeister Holger Kippenhahn. Die Brandschützer eilen dann nicht an den Standort ihrer Heimatwehr, sondern zur Wache Heiligengrabe. Dort stehen sowohl die Technik als auch Schutzausrüstungen bereit. „Das ist unsere schnelle Einsatzgruppe“, so Kippenhahn.

Von Andreas Vogel

Das Dorf Heiligengrabe ist ob seiner Infrastruktur und verkehrsgünstigen Lage bei potenziellen Bauherren so beliebt, dass es dort nahezu kein Bauland mehr gibt. Verwaltung und Ortsbeirat wollen das ändern und ziehen dabei an einem Strang. Ein kompliziertes Verfahren behindert ihre Arbeit.

25.01.2016

Ab April soll das neue Landesaufnahmegesetz gelten. Es soll die Aufnahme von Flüchtlingen in den Kommunen deutlich erleichtern. Die Sozialdezernentin von Ostprignitz-Ruppin Waltraud Kuhne glaubt noch nicht dran. Das, was sich die Kommunen am meisten gewünscht hätten, wird es nämlich nicht geben – eine höhere Investitionspauschale.

25.01.2016
Ostprignitz-Ruppin Abriss in Rheinsberg soll schneller gehen - Hundert neue Jobs im Kernkraftwerk

Das stillgelegte Kernkraftwerk in Rheinsberg soll schneller abgerissen werden als bisher gedacht. Bis 2025 wollen die Energiewerke Nord laut ihrem neuesten Plan alle Gebäude abtragen. Dazu müsste erst einmal massiv investiert werden. Bis zu 100 neue Jobs könnten für den schnelleren Abriss entstehen.

25.01.2016
Anzeige