Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Neuruppin hinkt weit hinterher

Feuerwehrvergleich in Ostprignitz-Ruppin Neuruppin hinkt weit hinterher

Nicht einmal jeder hundertste Bewohner Neuruppins ist Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald findet das beschämend für die Kreisstadt. Er verweist etwa auf das Amt Temnitz: Dort sind vier Prozent der Einwohner Mitglieder einer Feuerwehr.

Voriger Artikel
Kein Platz in Heiligengrabe
Nächster Artikel
Stüdenitz: Verein schreibt Literaturpreis aus

Großeinsatz bei einem Waldbrand in Gühlen-Glienicke nördlich von Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Feuerwehren der Stadt Neuruppin verfügen zwar über 225 Brandschützer im aktiven Dienst. Doch im Verhältnis zu der Einwohnerzahlzahl der Kreisstadt liegt Neuruppin damit am Ende in Ostprignitz-Ruppin.

„Nicht mal ein Prozent der Einwohner sind Mitglied bei der Neuruppiner Feuerwehr“, sagt Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald enttäuscht. „Das ist eigentlich beschämend.“ Denn im Kreisdurchschnitt sind fast zwei Prozent der Einwohner bei der Feuerwehr aktiv.

Spitzenreiter in Ostprignitz-Ruppin ist laut den Berechnungen des Kreisbrandmeisters das Amt Temnitz. Die 225 Brandschützer bedeuten rein rechnerisch, dass mehr als vier Prozent der Einwohner des Amtes Temnitz im Dienste der Feuerwehr anderen helfen, wenn diese in Not sind. Auch in den Gemeinden Heiligengrabe (3,5 Prozent) und Fehrbellin (3,1 Prozent) liegt die Feuerwehrdichte deutlich über dem Kreisdurchschnitt von 1,9 Prozent. Das gilt ebenfalls für die Stadt Rheinsberg (2,9 Prozent), das Amt Lindow (2,7 Prozent) und das Amt Neustadt (2,2 Prozent). Lediglich die Gemeinde Wusterhausen (1,9 Prozent) sowie die Städte Wittstock (1,8 Prozent) und Kyritz (1,1 Prozent) kommen in die Nähe der mageren Feuerwehrdichte von Neuruppin. Dabei haben die Brandschützer in der Fontanestadt die meisten Einsätze aller Feuerwehren im Landkreis zu meistern. Möglich ist das nur, weil Neuruppin zwölf hauptamtliche Feuerwehrleute hat, die als Gerätewart angestellt und dadurch stets einsatzbereit sind. Die Hauptwache in der Kreisstadt rückte im vergangenen Jahr allein zu 468 Einsätzen aus (die MAZ berichtete).

Um auch in der Woche einsatzbereit zu sein, hat die Gemeinde Heiligengrabe eine sogenannte Löschgruppe Tag gebildet. „Wir haben mit den Betrieben im Umfeld vereinbart, dass die Feuerwehrleute bei einem Einsatz sofort gehen können“, sagte Bürgermeister Holger Kippenhahn. Die Brandschützer eilen dann nicht an den Standort ihrer Heimatwehr, sondern zur Wache Heiligengrabe. Dort stehen sowohl die Technik als auch Schutzausrüstungen bereit. „Das ist unsere schnelle Einsatzgruppe“, so Kippenhahn.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg