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Neuruppin liegt Calmus-Ensemble zu Füßen

Neuruppin Neuruppin liegt Calmus-Ensemble zu Füßen

Rund 100 Besucher kamen zum Konzert des Calmus-Ensembles in die Siechenhauskapelle. Die Sänger aus Leipzig haben sich in den vergangenen Jahren einen führenden Platz in der Vokalszene ersungen und begeisterten auch das Neuruppiner Publikum.

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Calmus mit experimentierfreudigem Gesang.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Seit 13 Jahren kommen die Sänger des Calmus-Ensembles bereits nach Neuruppin, und noch immer gibt es in der Siechenhauskapelle nicht ausreichend viele Plätze für die zahlreichen Neuruppiner Fans.

Mit ihrem Konzert bedankten sich die Sänger vor allem bei der Hausherrin Gabriele Lettow, die sie wie immer während der Probentage verwöhnte. Aber es gab auch Neuigkeiten: Die Sopranistin Isabel Jantschek war zum ersten Mal dabei. „Sie ist die Elternzeitvertretung für unsere „normale“ Sopranistin Anja Pöche“, erklärt ein Sängerkollege am Sonnabend.

100 Konzertbesucher in der Siechenhauskapelle

Herausragende Stimmen, viel Humor und ein facettenreiches Programm gab es auch an diesem Calmus-Abend , wie in jedem Jahr. Begrüßt wurden die rund 100 Konzertbesucher mit slawischen Psalmgesängen von Arvo Pärt. Schon zu Beginn des Konzerts sind mit dieser Musik des Komponisten aus Estland, präzise Intonation und musikalische Wahrhaftigkeit gefragt. Der erste Teil ist der besinnlich-geistlichen Musik gewidmet, die mit der raffiniert arrangierten Bachmotette „Jesu, meine Freude“ ihren Abschluss findet.

Eine Reise durch die Welt der Vokalmusik versprachen die Sänger in ihrem Programmblatt, mit Shakespeare-Liedern aus Finnland geht es nach der Pause weiter. Zum 400. Todesjahr Shakespeares bietet das Calmus Gesangsensemble, das 1999 von fünf ehemaligen Thomanern gegründet wurde, ein Programm, das sich der Poesie William Shakespeares widmet. In englischer Sprache leben in der kleinen Siechenkapelle an diesem Abend die Geister des englischen Dramatikers wieder auf – variantenreich arrangiert und mit spürbarer Musizierfreude vorgetragen. Wohl nicht umsonst bekam Calmus 2009 einen Echo-Klassik-Preis in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“.

Eine Reise durch die Musikgeschichte

Die musikalische Reise durch die Musikgeschichte führt weiter nach Spanien und Amerika. „Auch jetzt ist noch nicht der Moment gekommen, in dem es so richtig lustig wird“, sagt Countertenor Sebastian Krause. Bei „La bomba“, einer Komposition des Spaniers Mateo Flecha, geht es dramatisch zu. Ein Schiff ist dem Untergang geweiht, Menschen rufen durcheinander, die Not und das Stimmengewirr sind groß. Den Tod vor Augen, wird dennoch eine Gitarre gestimmt. So tragisch das Schicksal auch sein mag, die Calmus-Sänger bewahren sich ihren Humor, verstimmte Gitarrensaiten werden mit dem Mund emittiert.

In der Musik schwelgend, beeindrucken sie dennoch mit Witz und bei „Don’t worry, be happy“ kommen schauspielerische Fähigkeiten zum Vorschein. Die gute Laune überträgt sich auf die Konzertbesucher, die sich mit lang anhaltendem Beifall für dieses musikalische Spitzenkonzert bedanken.

Von Cornelia Felsch

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