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Neuruppin: mehr Millionen für die Altstadt

Zuschüsse von Land und Bund bis 2025 Neuruppin: mehr Millionen für die Altstadt

Seit 1991 wurden rund 45 Millionen Euro in die Neuruppiner Altstadt investiert. Eigentlich war die Stadt davon ausgegangen, dass die Stadtsanierung bald endet. Jetzt haben Land und Bund bis 2025 weitere Fördermillionen zugesagt. Damit könnten Straßen und Plätze saniert werden, für die das Geld bisher nicht reichte. Das hat aber auch Folgen für viele Anlieger.

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Die Stadt Neuruppin hat eines der größten Sanierungsgebiete im Land Brandenburg.

Quelle: Christian Schmettow

Neuruppin.
Es gibt neue Hoffnung für Neuruppins Kirchplatz, die Präsidenten-, Schinkel- und Rosenstraße. Sie könnten in den nächsten zehn Jahren saniert werden. Neuruppin kann bis 2025 mit zusätzlichen Fördermitteln von gut zwölf Millionen Euro für diese und andere Vorhaben rechnen.

Eigentlich war die Fontanestadt davon ausgegangen, dass 2016 das letzte Jahr für Sanierungsvorhaben in der Altstadt ist. Mit einer Fläche von rund 74 Hektar und 880 Gebäuden hat Neuruppin eines der größten Sanierungs­gebiete im Land Brandenburg. Es reicht vom Rheinsberger Tor bis zum Fontaneplatz und vom Wall bis zum Seeufer.

Die Neuruppiner Altstadt war nach der Wende so heruntergekommen, dass sich die Stadtverordneten entschlossen, ein formales Sanierungsgebiet daraus zu machen. Das bringt für Stadt und Eigentümer Vor- und Nachteile. Ein wesentlicher Vorteil: Für Bauvorhaben im Sanierungsgebiet stellen Land und Bund Fördermittel zur Verfügung.

Bisher profitierten Neuer Markt und Schulplatz

Von 1991 bis 2014 wurden mit Zuschüssen, städtischem Eigenanteil und dem Geld privater Bauherren etwa 43,6 Millionen Euro in Straßen, Plätze und Gebäude investiert. Das Geld steckt unter anderem in Vorhaben wie dem Neuen Markt, dem Schulplatz, dem Alten Gymnasium und privaten Häusern.

Jetzt hat das Land signalisiert, dass Neuruppin noch neun Jahre länger mit Zuschüssen rechnen kann. Die Stadtsanierung könnte so bis 2025 fortgesetzt werden. Damit können auch Vorhaben realisiert werden, für die es zuletzt nur noch wenig Hoffnung gab.

Vor allem öffentliche Plätze und Wege stehen auf der Investitionsliste, die der Sanierungsträger DSK jetzt ausgearbeitet hat. Die immer wieder verschobene Sanierung des Kirchplatzes rund um die Pfarrkirche gehört dazu, die Umgestaltung des Braschplatzes, die weitere Sanierung der Friedrich-Engels-Straße, der Rosenplatz zwischen Robert-Koch- und Rosenstraße, die alte Keksfabrik an der Wichmannstraße, der Tempelgarten, die Rudolf-Breitscheid-, die Präsidenten- und die restliche Schinkelstraße.

Neuruppins Stadtentwicklungsdezernent Arne Krohn

Neuruppins Stadtentwicklungsdezernent Arne Krohn.

Quelle: Andreas Vogel

Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass sie bis 2025 weitere 16,5 Millionen Euro investieren kann. „Ich denke, es wird schwer, aber zum großen Teil schaffen wir das“, sagt Neuruppins Baudezernent Arne Krohn jetzt im Bauausschuss der Stadt. Die 16,5 Millionen Euro werden aber wohl nicht für alle Vorhaben auf der Liste ausreichen, heißt es aus dem Rathaus.

An den Kosten für die Sanierung müssen sich auch die Anlieger beteiligen. Allerdings gelten im Sanierungsgebiet andere Vorschriften als etwa beim Ausbau einer Straße außerhalb. In der Altstadt müssen die Anlieger nicht sofort bezahlen. Sie bekommen ihre Rechnung erst, wenn die Stadtsanierung insgesamt beendet ist, müssen dann aber anteilig für die Vorhaben im gesamten Sanierungsgebiet zahlen – nicht nur für die vor ihrer Tür.

Seit 2010 bietet Neuruppin Grundstücksbesitzern an, ihren Beitrag schon vorzeitig zu überweisen. Wer freiwillig früher bezahlt, bekommt einen Abschlag. Vorteil für die Stadt: Sie kann das eingenommene Geld gleich wieder für weitere Investitionen ausgeben. Viele Grundstücksbesitzer haben das Angebot seit 2010 genutzt, Neuruppin hat so knapp zwei Millionen Euro eingenommen.

Glück für alle, die bisher schon gezahlt haben: Auf sie kommen keine neuen Kosten zu. Neuruppin will das Angebot zur vorzeitigen Ablöse jetzt aber erst einmal auf Eis legen. Wegen der zusätzlichen Investitionen bis 2025 werden die Beiträge der Grundstücksbesitzer neu berechnet. Für alle, die schon gezahlt haben, bleibt es beim Alten. Die anderem bekommen vermutlich eine höhere Rechnung als bisher angenommen.

Von Reyk Grunow

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