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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: mehr als 900 Anmeldungen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: mehr als 900 Anmeldungen
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00:17 23.01.2016
Christel Krause mit Interessenten an der Biotonne. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Das Interesse an der Biotonne, die in diesem Jahr im gesamten Landkreis Ostprignitz-Ruppin auf freiwilliger Basis eingeführt wird, ist groß. Größer als es selbst die Abfallbehörde in Neuruppin erwartet hat. Mehr als 900 Anmeldungen liegen bereits vor. „Wir sind dauernd am Nachbestellen der Tonnen“, sagte am Dienstag die zuständige Sachgebietsleiterin Myga Chrzanowski. Denn die Kreisverwaltung hat die braunen Abfallbehälter nicht auf Vorrat besorgt. „Wir kaufen nur so viel, wie wir auch wirklich brauchen.“

Die Tonne hat einen speziellen Filter. Quelle: Peter Geisler

Derzeit rührt die Behörde heftig die Werbetrommel für die Biotonne. Zum einen haben die neuen Behälter einen Deckel mit Gummilippe sowie einem speziellen Filter. Zum anderen wurde die Biotonne bisher nur in Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin, Lindow und drei weiteren Orten im Altkreis Neuruppin angeboten – nicht jedoch in den Altkreisen Kyritz und Wittstock. Das soll sich ändern. Grund: Das Land will, dass bis zum Jahr 2019 rein rechnerisch 30 Kilo Bioabfall je Einwohner und Jahr entsorgt werden. Bisher sind es lediglich 6,6 Kilo. Allerdings fehlt in diesem Wert der Bioabfall, der in den unzähligen privaten Komposthaufen entsorgt wird. „Dazu haben wir keine ja keine Angaben“, sagt Christel Krause. Die 63-Jährige ist am Dienstag eine gefragte Frau. Zusammen mit Ursula Kohlmey informiert sie im Real-Markt in Neuruppin über die Biotonne. „Es gibt keine Grund- und keine Anschlussgebühr“, sagt Krause. Zu berappen ist lediglich eine Leerungsgebühr. Diese beträgt 4,58 Euro je Leerung.

Sogar Hühnerknochen dürfen in die Tonne

Gernot Pape aus Linum stört das nicht. „Wer einen Garten hat, für den ist die Biotonne ideal“, sagt der 64-Jährige. Rasenschnitt kann in den Behälter ebenso hinein wie andere Garten- sowie Küchenabfälle. Jürgen Henschel (60) aus Hakenberg ist ebenfalls von dem braunen Behälter angetan. „Dann kann unser Komposter weg. Da ziehen sowieso immer Ratten rein.“ Indes will seine Frau erst noch wissen, ob in der Biotonne ebenfalls Hühnerknochen von der Suppe entsorgt werden dürfen. Hühnerknochen seien kein Problem, versichert Christel Krause. Nicht in die Biotonne gehören indes Katzenstreu, Fäkalien, Tierkadaver, Plastetüten, Asche und Sand.

Mehrere Interessierte beantragen gleich am Informationsstand eine Biotonne. Das können aber nur Grundstückseigentümer machen. Wer Mieter in einem Neubaublock ist und Interesse an einer Biotonne hat, muss sich an seinen Vermieter wenden.

Von Andreas Vogel

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