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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin nimmt wieder mehr Flüchtlinge auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin nimmt wieder mehr Flüchtlinge auf
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00:18 02.04.2016
Ende April sollen diese Unterkünfte auf dem Gelände der einstigen Panzerkaserne fertig sein. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Nach einer mehrwöchigen Verschnaufpause nimmt der Landkreis wieder mehr Flüchtlinge auf. „Wir mussten erst mal Luft holen, nachdem wir im vergangenen Jahr drei Übergangswohnheime eingerichtet und bis Weihnachten Asylbewerber aufgenommen haben“, sagte Sozialdezernentin Waltraud Kuhne am Mittwoch in Neuruppin. Demnach wurden allein in den vergangenen Tagen 120 geflüchtete Menschen in Ostprignitz-Ruppin untergebracht.

Das Jugenddorf Gnewikow ist wieder freigezogen

Zuvor waren in den ersten zehn Wochen des Jahres lediglich 60 Asylbewerber im Landkreis aufgenommen worden. Diese Zurückhaltung sei mit anderen Landkreisen abgestimmt gewesen, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Denn in anderen Regionen seien kurz nach Jahresbeginn Unterkünfte in höherer Zahl bezugsfertig geworden. Die Verschnaufpause kam Ostprignitz-Ruppin gelegen. Immerhin mussten neue Unterkünfte für die rund 60 Flüchtlinge gefunden werden, die bisher im Jugenddorf Gnewikow untergebracht waren. Das ist gelungen: Das Jugenddorf am Ruppiner See kann wieder von Schulklassen und anderen Gästen genutzt werden.

Neue Gemeinschaftsunterkunft an der Alt Ruppiner Allee

In Kürze wird das ebenfalls für das Schullandheim in Schweinrich gelten. Dort wird derzeit lediglich noch etwas gemalert. In dem Heim wurden seit November und bis in der Woche vor Ostern 19 minderjährige Flüchtlinge betreut, die ohne ihre Eltern unterwegs waren. Die jugendlichen Flüchtlinge sind inzwischen in das B3-Center nach Wittstock umgezogen, das nun als sogenannte Clearingstelle gilt. In dieser wird geklärt, ob die Jugendlichen unter einem Trauma leiden und eine spezielle Behandlung benötigen. Auch ein Deutschkurs wird ihnen während ihres dreimonatigen Aufenthalts in der Clearingstelle angeboten. Für die bis zu 50 Flüchtlinge, die bisher im B3-Center untergebracht waren, hatte der Landkreis zuvor ebenfalls neue Unterkünfte organisiert. „Unser vorrangiges Ziel bleibt es, Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen“, sagte Reinhardt. Die meisten stammen aus den Krisen- und Kriegsgebieten in Syrien, Afghanistan und dem Irak. „Es kommen die Menschen zu uns, die eine Perspektive auf einen längeren Bleibestatus haben“, so Reinhardt. Parallel zur Wohnungssuche des Kreises gehen die Arbeiten für ein aus Modulen bestehende Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 220 Flüchtlinge an der Alt Ruppiner Allee in Neuruppin voran. Diese soll Ende April mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Indes werden die Umbauarbeiten an dem benachbarten Gebäude, das der Kreis im vergangenen Jahr von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) erworben hat, noch etwas länger dauern.

Von Andreas Vogel

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