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Neuruppin per App entdecken

Schüler entwickeln Touren mit Neuruppin per App entdecken

Das Museum Neuruppin plant eine App für Stadtspaziergänge. Das Programm soll Ende September fertig sein. Am Dienstag präsentierten Schüler der Evangelischen Schule ein Zwischenergebnis.

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Ludwig Schade und Vivien Mildner (v.r.) zeigten die App.

Quelle: Mischa Karth

Neuruppin. Wenn alles glatt läuft, dann können Besucher Neuruppin ab Ende September per App erkunden. Das Museum der Fontanestadt lässt derzeit ein entsprechendes Programm entwickeln. Sechs Spaziergänge in jeweils einer Kinder- und einer Erwachsenenversion sollen über Tablets und Smartphones abrufbar sein, dank Kartenmaterial und GPS-Verbindung jederzeit mit der nötigen Orientierung für die Nutzer. Die App dient außerdem innerhalb des Museums als digitaler Ausstellungsführer mit zunächst 45 verzeichneten Objekten.

An der Konzeption von einem der Spaziergänge waren Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule beteiligt. Vivien Mildner und Ludwig Schade präsentierten am Dienstag ein Zwischenergebnis. Gemeinsam mit Tarik Sauermann, Daniel Schmailzl, Sören Grashoff und Friederike Herzberg hatten sie Ende 2013 begonnen, diverse Archive zu durchstöbern und historische Quellen zu studieren.

Interaktiver Spaziergang mit Quiz

Die grobe Richtung war vom Museum vorgegeben. Es sollte ein interaktiver Spaziergang entstehen, bei dem die Nutzer per Quiz ihr erworbenes Wissen testen können. So wird beispielsweise das Haus in der August-Bebel-Straße gezeigt, in dem sich „seit 1867 die Druckerei von Gustav Kühn befand.“ Die Frage dazu: Welche Technik verlieh den Neuruppiner Bilderbogen Bedeutung? a) Lithographien b) Holzschnitt c) Siebdruck.

Statt wie die Mitschüler eine 15-seitige Seminararbeit zu verfassen, konzipierten die Sechs den Spaziergang. Der zeitliche Aufwand sei deutlich größer gewesen, sagt Schade. Spaß gemacht habe die intensive Arbeit an dem Projekt aber in jedem Fall.

Betreut wurden die Schüler von Lehrerin Annett Voge und Dorothea Leicht vom Museum. Beide Seiten hoffen, dass die Zusammenarbeit weitergeht und möglicherweise ausgebaut werden kann. So sahen sich die jetzigen Zehntklässler der Evangelischen Schule am Dienstag die Präsentation an. Auch sie können im nächsten Schuljahr ein Seminarfach wählen. Wie genau dann die Zusammenarbeit aussehen wird, ist noch ungewiss.

Fünf von sechs Spaziergängen bis September fertig

Das Kapitel App ist für die Schule erst einmal abgeschlossen. Zum Start im September sollen fünf der sechs Spaziergänge in dem Programm zu finden sein. Die Mitarbeiterinnen des Museums haben sich den anderen Themen angenommen: Gildenhall, der Umbruch 1989, Fontane und Neuruppin als Garnisonsstadt. Sie werden in jeweils sechs bis neun Stationen „zu erlaufen“ sein.

Die richtige App hatten Mildner und Schade selbst erst kurz vor der Präsentation zum ersten Mal gesehen, denn mit der technischen Realisierung ist eine externe Firma betreut. Diese soll auch für mehrere Jahre die Wartung übernehmen, erklärt Dorothea Leicht. „Wir können dann noch zusätzliche Inhalte ergänzen“, sagt Leicht. Die Apps soll es in einer Android- und in einer iOS-Variante für Smartphones und Tablets geben. Innerhalb des Museum werden zehn der Tablets zur Verfügung stehen und an Besucher verliehen. Rund 30 000 Euro investiert das Haus in das Vorhaben.

Von Mischa Karth

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