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Ostprignitz-Ruppin Kita-Gebühren: Für die Jüngsten wird es teurer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kita-Gebühren: Für die Jüngsten wird es teurer
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08:58 16.03.2018
Die Betreuung von Kindern in einer städtischen Kita soll für Neuruppiner Eltern teuer werden. So sieht es die neue Kalkulation vor. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Eltern, die ihre Kinder in Neuruppin in eine städtische Krippe bringen, müssen dafür wohl bald mehr bezahlen. Die Stadtverwaltung hat die Gebühren für alle Kitas und Horte neu berechnet.

Vor allem die Kosten für die Jüngsten sind demnach in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Für Mütter und Väter, die gut verdienen, könnten die Gebühren teilweise um 60 Prozent wachsen.

Für Kinder unter drei verlangt Neuruppin bisher maximal 215 Euro im Monat. Die neue Kalkulation sieht Gebühren bis 344 Euro vor. Verdienen Eltern weniger, fällt die geplante Erhöhung deutlich geringer aus. Wer sein Kind über drei Jahre in einer Kita der Stadt oder im Schulhort betreuen lässt, soll teilweise sogar weniger als bisher bezahlen.

Sozialausschuss berät am Dienstag über die Gebühren

Noch gibt es nur die Berechnung der Stadtverwaltung. Im Sozialausschuss am kommenden Dienstag wird das Papier erstmals diskutiert. Frühestens Ende Juni werden die Stadtverordneten darüber entscheiden. Geht es nach der Stadtverwaltung, könnten die neuen Gebühren ab 1. September gelten.

Zurzeit kassiert die Fontane­stadt die Gebühren für Kitas und Horte aufgrund einer Kalkulation aus dem Jahr 2011. Eigentlich müsste die Kita-Satzung alle zwei Jahre überarbeitet werden. Das hat Neuruppin auch getan und 2014 neue Gebühren beschlossen, doch die traten nie inkraft.

Laut Kita-Gesetz kann jeder Kita-Betreiber seine Gebühren selbst kalkulieren. Er braucht am Ende aber die Zustimmung des Landkreises. Und der hatte Neuruppin und anderen Gemeinden 2014 das Einvernehmen verweigert.

Landkreis hatte 2014 seine Zustimmung verweigert

In einer Art Musterverfahren hatte Kyritz deshalb gegen den Landkreis geklagt und 2017 endlich Recht bekommen. Die Kreisverwaltung hätte den Gebühren schon vor Jahren zustimmen müssen, so die Richter.

Doch die Zahlen sind mittlerweile so veraltet, dass Neuruppin die 2014 beschlossene Satzung gar nicht mehr anwenden will, sondern gleich ganz neu berechnet.

Allerdings könnte es auch diesmal wieder Ärger mit dem Landkreis geben. Die Kreisverwaltung hatte für alle Gemeinden Vorgaben zu künftigen Kita-Gebühren gemacht. An die hält sich Neuruppin bei seinen Berechnungen nicht immer, räumt die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Sozialausschuss selbst ein.

Der Sozialausschuss tagt am Dienstag, 20. März, ab 18.30 Uhr im Rathaus.

Von Reyk Grunow

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