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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin prüft Antrag zu Party-Hangar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin prüft Antrag zu Party-Hangar
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00:36 03.07.2015
Schauspielerin Fritzi Haberlandt (M.) durfte mit der Lautten Compagnesy schon im Hangar auftreten. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Im Streit um die Nutzung des Hangars 312 auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz zeichnet sich eine Lösung ab. Geht es nach der Fontanestadt, kann der Hangar 312 bald als offizieller Veranstaltungsort genutzt werden. „Wir haben jetzt einen Bauantrag und werden diesen wohlwollend bearbeiten“, sagte Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn am Montagabend im Hauptausschuss in Neuruppin. Wie lange das Bearbeiten dauern wird, ist offen: Die Stadt gibt lediglich eine Stellungnahme ab, die eigentliche Genehmigung erteilt der Landkreis.

Krohn wies zudem erneut den Vorwurf zurück, dass die Stadt daran schuld sei, dass die Genehmigung nicht längst erteilt wurde. Denn laut Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) hätte der Kreis den Party-Hangar schon beim ersten Antrag genehmigt, wenn nicht das Einvernehmen von Neuruppin gefehlt hätte. Die Stadt befürchtete demnach eine mögliche Lärmbelästigung der Anwohner im benachbarten Musikerviertel. Beschwerden gab es trotz mehrerer Open-Air-Veranstaltungen auf dem Gelände aber nicht. Gleichwohl schob Krohn den Schwarzen Peter für die leidige Situation am Montagabend dem Antragsteller zu. „Der Bauherr wäre gut beraten gewesen, sich eher um die Baugenehmigung zu kümmern.“ Dann hätte er auch nicht ständig Ausnahmegenehmigungen beantragen müssen.

Über diese Worte ist Frank Hartmann, der Besitzer des Hangars, mächtig sauer. „Ich habe bereits im April 2014 eine Anfrage beim Kreis gestellt“, sagte der 57-jährige Handwerker. Damals habe es geheißen, dass er laut B-Plan überhaupt keine Genehmigung brauche, um aus dem Hangar eine Veranstaltungsstätte zu machen. Lediglich für das Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr habe es einer Sondergenehmigung bedurft sowie für Open-Air-Veranstaltungen vor dem Hangar. „Das ist aber normal. Jedes Konzert draußen muss man extra genehmigen lassen. Da gibt es keinen pauschalen Freifahrtschein“, so Hartmann.

Die Ankündigung, dass die Stadt seinen Antrag nun plötzlich „wohlwollend“ bearbeiten will, hilft Hartmann vorerst nicht weiter. Denn am 11. Juli wollen sich die Zehntklässler aus Fehrbellin im Hangar ihre Abschlusszeugnisse überreichen lassen. Das ist seit Langem geplant. Doch der Landkreis hat bereits angekündigt, dass bis dahin keine Genehmigung erteilt werden könne. Hartmanns Anwalt will deshalb am Dienstag beim Landgericht Neuruppin einen Eilantrag einreichen, damit die Schüler den einstigen Unterstand für russische Jagdflugzeuge doch nutzen können.

Von Andreas Vogel

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