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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin prüft Billig-Winterdienst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin prüft Billig-Winterdienst
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00:17 13.06.2016
Die Neuruppiner Stadtverwaltung will im Sommer prüfen, wie und wo der Winterdienst zusammengestrichen werden kann. Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Auf noch mehr Straßen in Neuruppin und den Ortsteilen wird vielleicht schon im nächsten Winter der Schnee liegen bleiben, weil der Bauhof ihn nicht mehr wegräumt. Die Stadtverwaltung will in den nächsten Wochen prüfen, wie beim Winterdienst gespart werden kann. Die Genehmigung dazu hat sich Baudezernent Arne Krohn jetzt vom Bauausschuss geben lassen.

Wie genau diese Einsparungen aussehen könnten, ist auch im Rathaus noch nicht klar. Krohn deutet nur eine Möglichkeit an: „Ich könnte mir vorstellen, dass nur noch die Ortsverbindungsstraßen bei Schnee geräumt werden, auf denen ein Schulbus fährt.“ Auf allen anderen Straßen müssten Autofahrer dann wohl sehen, wie sie klar kommen.

Budget des Bauhofs reicht nicht für alle gewünschten Arbeiten

Das Geld, dass der Stadtbauhof dann nicht mehr in den Winterdienst stecken muss, soll der städtische Eigenbetrieb aber behalten. Krohn hofft, dass die Einsparungen beim Schneeschieben für andere Aufgaben eingesetzt werden können. Für eine bessere Pflege der Badestellen zum Beispiel oder für mehr Rasenmähen und häufigeren Heckenschnitt.

In der Regel bekommt der Stadtbauhof von der Fontanestadt jedes Jahr ein festes Budget, mit dem er einen genau definierten Katalog von Aufgaben abarbeiten soll. In den vergangenen Jahren wurde die Pauschale mal deutlich zusammengestrichen, dann wieder leicht erhöht. Klar war jedoch immer, dass das Geld eigentlich nicht ausreicht, damit alles erledigt werden kann, wie es die Bürger erwarten. Rasenmähen und Blumenschmuck mussten zum Beispiel drastisch zusammengestrichen werden.

Auch bei der Straßenreinigung prüfen, was sich noch sparen lässt

Dass in Zukunft mehr Geld zur Verfügung steht, um die Rechnung des Bauhofs bezahlen zu können, ist nicht zu erwarten. Deshalb will die Stadtverwaltung prüfen, welche Aufgaben verringert werden können. Das gilt nicht nur für den Winterdienst, sondern auch für die Straßenreinigung.

Beim Straßenfegen regte sich im Bauausschuss deutlicher Widerstand. „Wenn man ehrlich ist, machen wir dort doch ohnehin nicht viel“, befand die SPD-Abgeordnete Christiane Doll: „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten viel mehr.“ Da noch zu sparen, sei nicht drin. Axel Kröger, sachkundiger Einwohner im Ausschuss, fürchtet, dass die Stadt nur noch mehr Arbeiten auf die Anwohner abwälzen würde. Auch Krohn hatte Bedenken, ob sich bei der Straßenreinigung noch viel sparen lässt. Beim Winterdienst schon eher.

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