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Neuruppin prüft Geschenk des Landes

Ein ungewöhnliches Angebot Neuruppin prüft Geschenk des Landes

Das Land will Neuruppin den Stöffiner Haussee schenken. Der Ortsbeirat von Stöffin würde sich freuen, wenn die Fontanestadt das knapp 50 000 Quadratmeter große Gewässer übernimmt. Allerdings gibt es auch Bedenken: Der See ist stark verkrautet und verschlammt. Zudem ist unklar, ob es dort Altlasten gibt.

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Der See bei Stöffin ist stark verkrautet.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Es klingt nach einem verlockenden Angebot: Das Land will Neuruppin den Haussee bei Stöffin schenken. Der Ortsbeirat begrüßt dieses Angebot. Jedoch gibt es einige Bedenken – nicht nur, weil der Teich stark verkrautet ist. Vielmehr sollen in den See jahrelang Abflüsse aus dem Rinderkombinat geflossen sein sowie Kühlwasser aus der Brennerei, sagt Ortsvorsteher Harald Krumhoff. Wegen der organischen Einträge sei der See auch so verkrautet. Krumhoff vermutet deshalb zudem meterdicken Schlamm auf dem Boden des Gewässers, aber keine „ökologische Bombe“.

„Für Altlasten ist der Altbesitzer zuständig“, sagte Siegfried Pieper (SPD) am Donnerstagabend beim Bauausschuss. Das wäre das Land. Es sollte deshalb geprüft werden, ob es Altlasten gibt. Gleichwohl plädierte Pieper dafür, den See zu übernehmen. „Der gehört einfach zum Ortsbild von Stöffin.“ Deshalb sollte der See nicht an Private übergeben werden. Dem stimmte André Ballast (Pro Ruppin) zu. Schon um zu vermeiden, was am Braminsee bei Dorf Zechlin passiert sei. Der Braminsee war 2007 an einen privaten Eigentümer verkauft worden. „Es gibt dort keine Badestelle und keinen öffentlichen Zugang, nicht mal für die Seeklinik“, so Ballast.

Vize-Bürgermeister ist skeptisch

Eine Badestelle wird es wohl auch am Stöffiner Haussee nicht geben. „Das ist eher ein Regenwassertümpel“, sagte Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn. Der Baudezernent sieht keine Pflicht für die Stadt, den See zu übernehmen. „Es handelt sich nicht um eine kommunale Aufgabe.“ Möglicherweise schrecken die Verwaltung einfach die Kosten. Zwar wurden für das Entkrauten und Entschlammen des Gewässers lediglich einmalig 10 000 Euro angesetzt. Aber diese Summe werde keinesfalls reichen, sagt Ortsvorsteher Krumhoff. Er rechnet mit 100 000 Euro. Hinzu kommen jährliche Unterhaltungskosten, die die Stadt mit 1500 Euro veranschlagt, sowie die einmalige Grunderwerbssteuer. Diese beträgt für die knapp 50 000 Quadratmeter große Wasserfläche samt Uferbereich etwa 600 Euro.

Der Bauausschuss sprach sich dennoch für eine Übernahme des Sees in Stöffin aus. Dort könnten ja Ausgleichs- und Ersatzprojekte für die Versiegelung von Flächen umgesetzt werden, schlug Sven Deter (CDU) vor.

Von Andreas Vogel

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