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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin steht auf die Biotonne
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin steht auf die Biotonne
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08:30 17.03.2016
Im Deckel der neuen Biotonne befindet sich ein spezieller Filter gegen Geruchsbelästigung. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Kreisverwaltung kommt mit dem Nachbestellen der neuen Biotonnen kaum hinterher. „Bis zum 11. März lagen schon 1192 Neuanmeldungen vor“, sagte Myga Chrzanowski, Sachgebietsleiterin Abfallwirtschaft, am Mittwoch. Mit dieser großen Nachfrage hatte die Behörde kaum zu hoffen gewagt. Immerhin kompostieren viele Grundstückseigentümer ihre Bioabfälle selbst im heimischen Garten. „Wider Erwarten“ gebe es jedoch auch aus fast jedem Dorf Bestellungen für den braunen Abfallbehälter, so Chrzanowski.

Das große Interesse könnte daran liegen, dass der Kreis weder eine Grund- noch eine Anschlussgebühr für die Biotonne verlangt. Zudem können in dieser nicht nur Essensreste entsorgt werden, sondern ebenfalls der Rasen- und Heckenschnitt aus dem heimischen Garten sowie beispielsweise Holzkohle. Zu berappen ist lediglich eine Leerungsgebühr. Diese beträgt 4,58 Euro pro Leerung.

Derzeit werden 1500 Biotonnen im Altkreis Neuruppin getauscht

Die Verwaltung verteilt die Biotonnen, die bislang nur in Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin, Lindow und drei weiteren Orten im Altkreis Neuruppin angeboten wurden, in mehreren Schüben. Im Februar wurden im Bereich Kyritz und Wittstock bereits 400 Abfallbehälter an die Haushalte ausgegeben, die bis 22. Januar die Tonne bestellt hatten. Wer danach so einen Abfallbehälter beantragt hat, muss sich gedulden: Derzeit werden im Altkreis Neuruppin gerade die 1500 alten Biotonnen gegen die neuen Behältnisse getauscht. Deren Deckel sind mit einer Gummilippe sowie einem Filter gegen Geruchsbelästigung ausgestattet. Der Filter, der zwei Jahre halten soll, muss nach der Anlieferung nur einmal mit lauwarmen Wasser aktiviert werden. „Die Beschreibung, wie das geht, steht auf dem Deckel“, sagte Chrzanowski.

Im April sind Lindow und Rheinsberg dran

Anfang April will der Kreis über die Awu in Lindow und Rheinsberg 200 Biotonnen ausliefern lassen. Danach erhält die Behörde weitere 400 Biotonnen, die ab Ende April verteilt werden sollen. Geleert werden können diese im 14-tägigen Rhythmus. Das klappt aber noch nicht überall. Zwar hatte der Kreis bei der Tourenplanung für die braunen Tonnen auch die Regionen berücksichtigt, in denen diese Behältnisse bisher nicht angeboten wurden. Doch da nicht klar war, wie groß die Nachfrage nach den Biotonnen ist, stehen diese Touren unter Vorbehalt. Die betroffenen Grundstückseigentümer sollten deshalb einen Tag vorher bei der Awu anklingeln, ob die Tonne geleert werden soll. In der Abfallfibel sind die betroffenen Regionen mit einem Telefonsymbol gekennzeichnet.

Von Andreas Vogel

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