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Neuruppin stellt mehr Feuerwehrleute ein

Zu wenig festes Personal Neuruppin stellt mehr Feuerwehrleute ein

Dass die freiwilligen Feuerwehren dringend mehr ehrenamtliche Mitglieder brauchen, ist längst bekannt. Neuruppin fehlen aber auch fest angestellte Feuerwehrleute. Wenigstens zwei oder drei qualifizierte Frauen oder Männer braucht die Stadt – und das so schnell wie möglich.

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Zwölf Angestellte hat Neuruppins Wehr bisher.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Personallage bei der Neuruppiner Feuerwehr ist offenbar angespannter, als es die Stadtverordneten bisher wahrgenommen haben. Die Feuerwehr braucht nicht nur mehr Ehrenamtler – auch fest angestellte Feuerwehrleute fehlen. In absehbarer Zeit muss Neuruppin sieben oder acht neue Mitarbeiter einstellen, wenigstens drei schon im nächsten Jahr. Das geht aus dem neuen Personalentwicklungskonzept hervor.

Offiziell hat die Fontane­stadt eine rein freiwillige Wehr. Um den Brandschutz aber sicherstellen zu können, hat sie einige Feuerwehrleute als Gerätewarte angestellt. Sie kümmern sich berufsmäßig um die Wartung der Technik. Geht ein Alarm ein, dann lassen die Gerätewarte alles stehen und liegen und rücken zum Einsatz aus – dann aber als freiwillige Feuerwehrleute. Berufsfeuerwehren gibt es im Land Brandenburg nur in den kreisfreien Städten Potsdam, Brandenburg (Havel), Cottbus, Frankfurt (Oder) und ausnahmsweise in Eberswalde. Neuruppin hat eine „freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften“.

Gerätewarte sichern Einsatzbereitschaft am Tage

Zwölf Gerätewarte hat die Stadt derzeit angestellt. Sie sichern die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr auch am Tage. Nach Überprüfung des vorgeschriebenen Personalschlüssels stellt sich nun aber heraus: Neuruppin bräuchte wenigstens zwei Leute mehr. Der CDU-Stadtverordnete Michael Peter hat sich im Rathaus alle Unterlagen zu den Einsatzzeiten angesehen. Danach ist er sogar überzeugt, dass zwei Mitarbeiter nicht ausreichen, um auch bei Krankheit oder Urlaub genügend Reserven zu haben: „Wir brauchen mindestens drei“, so Peter.

Die Stadtverwaltung erwartet zudem, dass fünf angestellte Feuerwehrmänner in den nächsten 15 Jahren in den Ruhestand gehen, drei schon sehr bald. Hinzu kommt, dass Feuerwehrleute wegen der körperlichen Belastung oft schon vor dem Ruhestand nicht mehr alle Aufgaben erledigen können. Der Strukturausschuss einigte sich am Mittwoch, wenigstens fünf, besser noch sechs neue Mitarbeiter für die Feuerwehr zu suchen. Die Ausschreibung soll erfolgen, sobald der Haushalt 2016 beschlossen ist, so Rathaussprecherin Michaela Ott.

Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald erwartet, dass Neuruppin bald noch mehr Feuerwehrleute anstellen muss. Er sieht das als einzigen Weg, die Wehr auf Dauer einsatzbereit zu halten, wenn es immer weniger ehrenamtliche Helfer gibt.

Von Reyk Grunow

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