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Neuruppin braucht Geld für seine Straßen

Stadt fehlen 3,5 Millionen Euro für Straßenreparatur Neuruppin braucht Geld für seine Straßen

Not macht erfinderisch: In Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) klafft nicht nur ein riesiges Loch in der Haushaltskasse. Auch die Straßen der Kreisstadt weisen viele Löcher auf. Für die nötigsten Reparaturen wären 3,5 Millionen Euro nötig. Da die Stadt das Geld nicht hat, geht sie nun neue Wege.

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Viele Straßen in Neuruppin sind in einem desolaten Zustand.

Quelle: MAZ

Neuruppin. . Auf den ersten Blick sieht alles gut aus. In Höhe der Neuruppiner Sparkasse ist die Fehrbelliner Straße glatt. Doch mittendrin klafft ein Loch im Asphalt – fatal für einen Motorradfahrer, der damit nicht rechnet.

„Das ist nicht das einzige Loch“, sagt Uta Pirk, die Tiefbaufachfrau im Neuruppiner Rathaus. Auf einer Strecke von zusammen 52 Kilometern könnte demnächst Gefahr drohen. Das hat die Auswertung der jüngsten Straßenkontrollen jetzt ergeben. Nach einer ersten Schätzung sind rund 3,5 Millionen Euro nötig, um alle Gefahrenstellen zu beseitigen. Straßen wie die Lindenallee, die nur in miserablem Zustand, aber noch nicht riskant sind, wurden nicht mitgerechnet, sagte Uta Pirk am Denstag im Rathaus. Auch desolate Brücken sind noch nicht berücksichtigt.

Pflegepaten sollen sich um Straßen kümmern

„3,5 Millionen haben wir nicht“, entfuhr es Kämmerer Willi Göbke am Dienstag spontan. Seit Jahren wird das Budget für den Unterhalt von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen immer wieder zusammengestrichen. 2015 hat der Stadtbauhof laut Bürgermeister Jens-Peter Golde nur 1,7 Millionen Euro für den gesamten Unterhalt aller Straßen und Plätze zur Verfügung.

Mit Hilfe von Pflegepatenschaften versucht die Stadtverwaltung, sich etwas Luft zu verschaffen. Der Ortsbeirat von Radensleben hat sich bereit erklärt, einen Teil dessen zu übernehmen, wofür bisher der Bauhof zuständig war. Er kümmert sich ums Rasenmähen, achtet auf Spielgeräte und pflegt Wege. „Es ist Quatsch, wenn jedes Mal der Bauhof rausfahren muss“, sagt Ortsvorsteher Hardy Richter. Vieles können ehrenamtliche Helfer erledigen. Uta Pirk verhandelt gerade mit dem Verschönerungsverein und einer Reservistenkameradschaft über die Pflege des Stadtparks und weitere Patenschaften in Stöffin und Nietwerder.

Alle Paten bekommen von der Stadt einen Zuschuss, der aber weit von dem entfernt ist, was eine Firma für die Arbeiten in Rechnung stellen müsste. Radensleben erhält 5000 Euro fürs gesamte Jahr. Wie der Ortsbeirat sie ausgibt, entscheidet er selbst. Das Geld, das gespart wird, kann der Bauhof für andere Arbeiten ausgeben, etwa zum Flicken von Schlaglöchern.

Arbeitseinsatz: Die Radenslebener treffen sich am Sonnabend, 13. Juni, ab 9.30 Uhr, um den Weg am Kirchhof auf Vordermann zu bringen.

Von Reyk Grunow

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