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Neuruppin verspricht Hilfe

Ortsbeirat in Not Neuruppin verspricht Hilfe

Seit mehr als fünf Jahren wartet der Ortsbeirat von Radensleben auf einen trockenen und beheizbaren Raum für seine Sitzungen und andere Veranstaltungen im Neuruppiner Ortsteil. Bisher war an ein Zimmer im einstigen Herrenhaus gedacht. Doch das steht unter Denkmalschutz, eine tragfähige Nutzung ist nicht in Sicht. Nun hat Neuruppins Bürgermeister Hilfe versprochen.

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Das alte Herrenhaus in Radensleben steht unter Denkmalschutz.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Der Ortsbeirat von Radensleben muss vermutlich doch nicht bis zum nächsten Jahr warten, um endlich einen trockenen und beheizbaren Versammlungsraum zu erhalten. „Es wird sich schon in den nächsten Wochen entscheiden, ob es eine Lösung gibt“, sagte Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) am Montagabend beim Haupt- und Finanzausschuss. Dabei müsse es sich keinesfalls um einen Raum im einstigen Altenteil der Familie von Quast handeln.

Zuvor hatte der Radenslebener Tilo Sankowski versucht, Druck auf die Verwaltung und die Stadtverordneten auszuüben. „Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe“, zitierte Sankowski einen Spruch von Götz Werner, dem Gründer und Aufsichtsratsmitglied des Drogeriekonzerns DM. Sankowski verwies auf einen Beschluss der Stadtverordneten vom September 2010. Damals wurde das alte Herrenhaus in Radensleben, das Neuruppin bereits 2004 von der Lindower Wohnungsgesellschaft für 15 000 Euro gekauft hatte, in das Eigentum der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) überführt. Grund: „Mit dem Erwerb dieser Immobilie sollten der Gemeinde Radensleben Räume für Sitzungen des Ortsbeirates, Veranstaltungen des Ortsteiles und anderen interessierten Bürgern zur Verfügung gestellt werden“, hieß es seinerzeit in der Beschlussvorlage.

Rathaus will dem Ortsbeirat eine Alternative anbieten

Aber daraus ist bis heute nichts geworden. Zwar hat die NWG inzwischen das Gebäude gesichert und 280 000 Euro investiert, um vor allen Dingen das Dach zu decken. Doch die Sanierung des verwinkelten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes wird vermutlich mehr als eine Million Euro kosten. Dieses Geld will die NWG erst investieren, wenn es ein tragfähiges Nutzungskonzept gibt. Einige Investoren interessierten sich für das alte Gebäude, bisher sprangen jedoch alle wieder ab – mal weil der Denkmalschutz den Einbau von Dachfenstern ablehnte, mal weil die Kosten für das Projekt doch einfach zu hoch waren (die MAZ berichtete).

Wegen der hohen Kosten will das Rathaus nun für den Ortsbeirat eine Alternative zum Herrenhaus suchen. „Wir hoffen, in Kürze was vorlegen zu können“, sagte Baudezernent Arne Krohn. NWG-Chef Robert Liefke hatte am Montag erklärt, dass die Wohnungsbaugesellschaft erst im nächsten Jahr entscheiden werde, wie es mit dem Altenteil der Familie von Quast weitergehen soll.

Ferdinand von Quast (1807 – 1877) war ein deutscher Architekt und Kunsthistoriker. Seit 1843 kümmerte er sich als erster preußischer Staatskonservator um die Denkmalpflege in Preußen. Von Quast wurde in Radensleben geboren, wo er auch starb. In Berlin hatte er Architektur und Feldmesstechnik studiert und war auch ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel.

Von Andreas Vogel

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