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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin will Flugplatz unbedingt retten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin will Flugplatz unbedingt retten
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00:33 02.10.2015
Angeschlagen oder nicht: Am Flugplatz hängen inzwischen viele andere Firmen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Neuruppiner Stadtverordneten sind fest entschlossen, alles zu tun, um den Flugplatz Ruppiner Land in Fehrbellin bis Ende 2017 am Leben zu erhalten. Dafür verzichten sie sogar auf die Rückzahlung von Schulden in sechsstelliger Höhe. Das wurde im Hauptausschuss am Montag deutlich.

Der stimmte einem „qualifizierten Rangrücktritt“ zugunsten der städtischen Tochterfirma zu. Die Fontanestadt ist Hauptgesellschafter der Flugplatz-Gesellschaft. 70 Prozent der Anteile gehören Neuruppin, knapp zwölf Prozent Fehrbellin, den Rest halten private Investoren.

Gesellschaft schiebt einen Schuldenberg vor sich her

Seit Jahren schiebt die Flugplatz-Gesellschaft einen riesigen Schuldenberg vor sich her. Gleichzeitig steigen die Abschreibungen für die Landebahn, die für viel Geld gebaut werden musste, um die Genehmigung für den Landeplatz überhaupt zu retten. Jetzt droht die bilanzielle Überschuldung und damit die Insolvenz.

Überleben kann das Unternehmens seit Jahren nur, weil Neuruppin ein Darlehen von bis zu 330 000 Euro eingeräumt hat. Um die Insolvenz abzuwenden, ist die Stadt jetzt sogar bereit, auf die Rückzahlung zumindest eines Teiles vorerst zu verzichten. Der Hauptausschuss stimmte für einen Rangrücktritt in Höhe von 130 000 Euro. Im Prinzip heißt das, der Flugplatz muss diese Summe erst an die Stadt zurückzahlen, wenn er alle anderen Rechnungen beglichen hat.

Niemand glaubt mehr, dass die Stadt ihr Geld wiedersieht

Wohl keiner der Abgeordneten glaubt, dass Neuruppin die 130 000 Euro je wiedersieht. Wichtiger ist ihnen aber die Firma. An ihr hängen viele andere Firmen, die auf den Flugbetrieb angewiesen sind. Zusammen sind das 18 Arbeitsplätze, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde. Bei einer Insolvenz wären alle bedroht.

Einer, der in Fehrbellin groß investiert, ist der Unternehmer Carsten Milbach. Er hat angeboten, Neuruppins Anteile am Flugplatz zu kaufen. Wegen der Fördermittel für die Landesbahn geht das aber erst nach 2017. Einige Abgeordnete haben zwar erhebliche Bedenken, jetzt auf einen Teil des städtischen Darlehens zu verzichten. SPD-Fraktionschef Nico Ruhle fasste aber zusammen, was die meisten am Montag dachten: „Uns geht es darum, bis 2017 irgendwie durchzuhalten und dann das Ding endlich loszuwerden.“

Von Reyk Grunow

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