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Neuruppin will den Haussee nicht

Kein Interesse am Geschenk Neuruppin will den Haussee nicht

Es klingt nach einem verlockenden Angebot: Das Land will Neuruppin den Haussee bei Stöffin schenken. Der Ortsbeirat begrüßt dieses Angebot, auch der Bauausschuss der Stadt hat schon zugestimmt. Doch jetzt winkt der Stadtkämmerer winkt ab. Grund: Es werden Altlasten in der knapp 50 000 Hektar großen Fläche vermutet.

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Der Haussee bei Stöffin.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Die Fontanestadt will den knapp 50 000 Quadratmeter großen Haussee bei Stöffin vom Land nicht mal geschenkt bekommen. „Die Risiken sind unkalkulierbar“, sagte Kämmerer Willi Göbke am Montagabend beim Haupt- und Finanzausschuss. Die Verwaltung zog deshalb die Vorlage kurzerhand zurück.

Stöffins Ortsvorsteher Harald Krumhoff war überrascht. „Ich verstehe nicht, warum der Punkt jetzt ganz von der Tagesordnung genommen wurde.“ Immerhin hatten sich der Ortsbeirat und auch der Bauausschuss bereits dafür ausgesprochen, das Geschenk anzunehmen. Allerdings gab es schon bei diesen Beratungen Bedenken. Der Grund: In den See sollen jahrelang Abflüsse aus dem Rinderkombinat sowie Kühlwasser aus der Brauerei geflossen sein. Wegen dieser organischen Einträge sei der See auch so verkrautet, glaubt Ortsvorsteher Krumhoff. Mehrere Abgeordneten hatten deshalb dafür plädiert, zunächst zu prüfen, ob es Altlasten im See gibt. Diese sollte der jetzige Eigentümer, also das Land, erst beseitigen. Dann könne die Stadt das Gewässer übernehmen.

Allein das Entkrauten und Endschlammen kostet mehr als 100 000 Euro

Doch das Rathaus glaubt nicht, dass das Land irgendwelche Kosten zum Beseitigen von Altlasten übernehmen würde. Vielmehr rechnet die Verwaltung auch ohne Altlasten schon mit Kosten in sechsstelliger Höhe – für das Entkrauten und Entschlammen des Gewässers. Hinzu kämen jährliche Unterhaltungskosten von etwa 1500 Euro. Diese Ausgaben will Kämmerer Göbke möglichst vermeiden.

Angesichts der finanziellen Unwägbarkeiten kann Ortsvorsteher Krumhoff verstehen, dass die Stadt nicht erpicht auf das Geschenk ist. Gleichwohl sollten darüber ebenfalls die Stadtverordneten am 23. Mai beraten. Aber das ist nicht vorgesehen: Der Punkt steht nicht mehr auf der Tagesordnung.

Von Andreas Vogel

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