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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin wird zum Rummelplatz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin wird zum Rummelplatz
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11:00 01.11.2015
Toller Blick auf die Innenstadt: Nicole und René Kelling aus Gnewikow genießen ihn mit ihrem Sohn Florian (6) vom Riesenrad aus. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Autofahrer haben auf der Neuruppiner Karl-Marx-Straße keine Chance. Sie müssen warten. Viele hundert Menschen pilgern auf der gesamten Straßenbreite in Richtung Innenstadt. Vorne weg die Funkengarde des Neuruppiner Carnevals Clubs (NCC) und der Fanfarenzug aus Neustrelitz. Kinder mit Laternen schreiten erwartungsvoll zum 360. Neuruppiner Martinimarkt.

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Der Neuruppiner Martinimarkt lockte schon am Eröffnungstag tausende Besucher an.

Es hat etwas Feierliches. „Wir warten auf die Predigt von Herrn Golde“, ruft eine Mutter mit Kind einem Bekannten am Straßenrand zu. Nur dass es nicht in die Kirche geht, sondern ins Bierzelt. Bürgermeister Jens-Peter Golde macht’s kurz. Der Martinimarkt gehöre in die Innenstadt, sagt er und bekommt dafür starken Applaus. Er rechne mit 200 000 Besuchern und in spätestens zehn Jahren mit einem eigenen Fanfarenzug der Fontanestadt. In den vergangenen 360 Jahren hätten wohl mehr als 30 Millionen Menschen den Neuruppiner Martinimarkt besucht.

Das Gedränge am Eröffnungsabend ist groß

Gefühlt könnte das hinhauen. Das Gedränge am Eröffnungsabend ist nichts für Menschen mit Platzangst. „Durchzählen“, ruft ein Vater. „Eins“, „zwei“, „drei“, „vier“, „fünf“ – „Okay, alle da!“ Die Stimmung ist fröhlich an diesem lauen Herbstabend. Draußen drehen sich längst die Fahrgeschäfte: das Kettenkarussell in 60 Metern Höhe ebenso wie das kleinere Nostalgie-Kettenkarussell, das große und das kleine Riesenrad. Autoscooter, Mini-Achterbahn, Losbude, Riesenschaukel – wirklich neu auf dem Martinimarkt ist in diesem Jahr nicht viel. Aber das muss es auch nicht. Monika und Manfred Wucher steigen mit ihrem Enkel Julian (9) aus der Geisterbahn. Klar hätten sie sich gegruselt, versichern Opa und Enkel. „Wir haben beide geschrien. Die Oma nicht so.“

Das nostalgische Kettenkarussell und das Kettenkarussell, das sich in bis zu 60 Metern Höhe dreht. Quelle: Christian Schmettow

Der Gaudi-Schunkler, eine überdimensionale Kotzmühle, dreht sich und wippt dabei. Zwei Jugendliche stehen während der Fahrt auf und laufen cool über die sich drehende Plattform. Zum Nachmachen empfohlen ist das nicht, denn Maximilian Welte und Christoph Lerpscher, beide 14, haben das schon vorher mal geübt. Sie gehören beide zu den Schaustellerfamilien. Auch sie haben ihren Spaß am Eröffnungsabend.

Auch am Sonnabend und Sonntag genießen viele Neuruppiner ihren Rummel bei fast frühlingshaftem Wetter. Im Bierzelt erreicht die Maß noch nicht Oktoberfestniveau, ist aber mit 7,50 Euro pro Liter auf dem Weg zu Münchener Preisen. Nicht nur da wäre es doch schön, wenn der Wunsch des Bürgermeisters von der Markteröffnung in Erfüllung ginge: „Dass sie immer zwei Euro mehr in der Tasche haben, als sie gerade brauchen.“

Von Christian Schmettow

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