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Neuruppin Der Sieger kam aus Afrika
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00:20 15.08.2018
Geschafft: Karin Höhn (53) aus Würzburg nach 15 Kilometern Distanz. Quelle: Peter Lenz
Neuruppin

126 Teilnehmer aus zwei Kontinenten, vier Staaten und mehr als 30 Städten aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich am Samstag am Neuruppiner Bollwerk um miteinander um die begehrten Trophäen beim 18. Neuruppiner Langstreckenschwimmen zu wetteifern.

Bilder aus Neuruppin und Wustrau vom Langstreckenschwimmen

Aus Namibia nach Neuruppin

Mit dabei auch der 20 Jahre alte Phillip Seidler aus Namibia: Eigentlich war es eher ein Zufall dass er nach Neuruppin gekommen ist. Sein Vater hatte im Internet nach entsprechenden Ereignissen gesucht und wurde hier fündig. Phillip Seidler muss derzeit alle Weltcup Serien über zehn Kilometer Distanz schwimmen, um am nächsten Cup in Abu Dhabi am 24. November mitschwimmen zu dürfen.

Sieger mit neuem Streckenrekord: Phillip Seidler mit Nadine Hälbich. Quelle: Peter Lenz

Für den 20-jährigen ist das ein Aufwärmen um sich vorzubereiten und zu sehen wo er steht.

„Schließlich ist es ja kein Katzensprung von Namibia bis Neuruppin, dafür ist man locker 24 Stunden mit dem Flieger unterwegs“, sagt er und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Gewinnen ist Pflicht.“

Eine Unterstützerin hatte er auf jeden Fall schon einmal aus seiner Heimat mitgebracht, seine Freundin Nadine Hälbich.

Gestartet wurde wie auch bereits in den vergangenen Jahren über vier Distanzen. So waren über 15 Kilometer 15 Teilnehmer, über zehn Kilometer 42 Sportler und über fünf und einen Kilometer jeweils 48 und 21 Schwimmer an den Start gegangen.

Die beiden langen Strecken starteten von der Badestalle in Wustrau aus, während die beiden anderen ab dem Bollwerk Neuruppin ihren Wettkampf bestritten.

Wertung mit Transponder

Die Wertung erfolgte mittels Transponder, welcher beim Zieleinlauf gescannt wurde und so die genaue Zeit ermittelte.

Gewertet wurde getrennt nach Männern und Frauen. Für viele der Teilnehmer ist natürlich Neuruppin keine unbekannte Größe mehr. Einige waren bereits von Anfang an dabei, andere wiederum zum zweiten oder dritten Mal.

Schon sehr früh am Bollwerk eingetroffen war auch Rene` Marmulla aus Sülzetal bei Magdeburg. Wie er sagte, ist dies sein zweiter Start in Neuruppin, und wie schon beim ersten Wettkampf wird er auch wieder die 15-Kilometer-Strecke in Angriff nehmen. Sein Ziel ist ganz einfach seine Zeit von deutlich unter fünf Stunden. Das erste Mal war für ihn eine Art Eingewöhnung. Er wollte die Strecke kennenlernen die Strömungen im See und natürlich auch die Organisation.

Ein weiterer alter Hase des Neuruppiner Schwimmens ist der 52 Jahre alte Berliner Christian Binner. Für ihn war es am Samstag das bereits zehnte und sicher nicht das letzte Rennen. Zu Neuruppin sagt er, dort habe man die Möglichkeit, lange Strecken zu meistern.

Christian Binner. Quelle: Peter Lenz

Es ist eine gute Organisation, eine einfache Anmeldung und keine großes Drumherum. „Hier geht es ums Schwimmen und nichts weiter.“ Christian Binner ist mittlerweile alle Distanzen bereits mehrfach geschwommen.

Aber nicht nur die Sportler haben an diesem Samstag Höchstleistungen vollbracht. So sicherte die Neuruppiner Wasserwacht gemeinsam mit ihren Kollegen aus Stendal, Salzwedel und den freiwilligen Feuerwehren aus Rheinsberg, Alt Ruppin und Neuruppin unter der Gesamtleitung des Einsatzleiters Kay Gerhard und seines Stellvertreters Kevin Stettin das gesamte Sportereignis ab und sorgten so für einen sichere Veranstaltung.

Feuerwehren und Wasserwacht halfen

Mit dabei waren mehr als 60 Einssatzkräfte, 13 Boote, ein Privatboot und 15 Rettungsfahrzeuge.

Aber auch allen Anderen Beteiligten und Organisatoren gebührte an diesem Samstag volle Anerkennung. Hier ganz vorn zu nennen dem Deutschen Roten Kreuz als Organisator mit seinem stellvertretenden Vorsitzenden Peter Falkenberg, den Ärzten und Sanitätern, und den vielen Sponsoren und Standbetreuern, darunter auch die MAZ.

In seiner Rede würdigte Peter Falkenberg noch einmal das Engagement jedes Einzelnen. Eine Veranstaltung nicht nur für Sportbegeisterte , sondern ein wahres Familienfest mit mehr als 800 Besuchern.

Die jüngste Schwimmerin ist gerade zehn Jahre alt

Die jüngste Teilnehmerin am Wettbewerb dürfte die zehn Jahre alte Laura Gallitz aus Halle gewesen sein – die Älteste hatte bereits die 63 überschritten.

Laura Gallitz, mit zehn Jahren die jüngste Teilnehmerin. Quelle: Peter Lenz

Es wurden sowohl ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet, sowie mit 2:06:09 Stunden über zehn Kilometer auch ein neuer Streckenrekord – aufgestellt von Phillip Seidel.

Von Peter Lenz

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