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Neuruppin 20 Jahre neues Bollwerk – Stadt ist zufrieden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 20 Jahre neues Bollwerk – Stadt ist zufrieden
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00:26 03.05.2018
Nicht nur bei großen Veranstaltungen nutzen die Neuruppiner und ihre Gäste die Treppen am Bollwerk als Sitzgelegenheit. Die Fläche ist ein Treffpunkt für verschiedene Altersklassen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Als die Neuruppiner und ihre Gäste kürzlich nach dem beliebtesten Ort der Fontanestadt gefragt wurden, gab es ganz klar einen Favoriten: Die meisten Menschen bezeichneten das Bollwerk am Ufer des Ruppiner Sees als ihren Lieblingsort in der Stadt.

Bei schönem Wetter zieht es Heerscharen von Neuruppinern hierhier. Aber auch im Winter hat das Neuruppiner Bollwerk seinen Reiz. Die Seepromenade ist sozusagen die gute Stube der Neuruppiner – und sah mal ganz anders aus.

Dass es so ist, hat sicher auch mit der Umgestaltung des Uferstreifens ab Mitte der 90er Jahre zu tun, die vor etwa 20 Jahren abgeschlossen wurde. Davon ist Baudezernent Arne Krohn überzeugt.

Lange Geschichte als Freizeitgelände

Die Fläche hat als Naherholungsort eine lange Geschichte. Wo zuvor nur Fischer, Gerber und Tuchmacher ans Ufer gingen, entstand bereits Mitte der 19.  Jahrhunderts eine Promenade. Ab 1868 wurde sie mehrmals erweitert und schon bald stachen von dort schmucke Ausflugsdampfer in See. Etwas gedämpft wurde die Freizeitnutzung, als die Sowjetarmee von 1945 bis 1990 den Abschnitt zwischen der Fischbänken- und der Seestraße in Beschlag nahm und für die Öffentlichkeit sperrte.

Bollwerk-Sanierung war in Augen der Stadt der richtige Schritt

Aus Krohns Sicht wurde der Uferstreifen dann erst wieder durch die Bauarbeiten in der Nachwendezeit zu dem, was er heute ist. „Es war in den 90er Jahren die richtige Entscheidung, mit der Neugestaltung des Bollwerks und des Niemöllerplatzes als einer der ersten Maßnahmen der Stadtsanierung zu beginnen“, resümiert der Rathausmitarbeiter.

„Das Bollwerk ist für die Neuruppiner ein ganz prägender Ort: Es ist die gute Stube der Neuruppiner.“ Zudem habe die Sanierung des Uferbereichs einen weiteren Zweck erfüllt: „Sie war gewissermaßen der Anschub für die Altstadtsanierung“. Denn durch die nahe gelegene und neu angelegte Erholungsoase konnten sich auch viele Neuruppiner und Neu-Neuruppiner dazu durchringen, ihre Grundstücke und Häuser zu erneuern.

Kleinod für Neuruppiner und ihre Gäste ist entstanden

Auch Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde ist froh über die damalige Entscheidung zur Neugestaltung des Uferbereichs im Zentrum der Stadt. „Was da entstanden ist, ist ein Kleinod – und ein Anziehungspunkt für Neuruppiner, aber auch auswärtige Gäste.“ Viel verdanke die Stadt dabei dem Landschaftsarchitekten Horst Wagenfeld aus Netzeband, betont Golde.

Ein Treffpunkt für viele Generationen

Krohn ist vor allem froh über die offene Gestaltung, die viele Nutzergruppen anspricht: Spaziergänger genauso wie Radfahrer, Jogger oder Angler. Ihm gefällt auch, dass der Standort generationenübergreifend angenommen wird. Egal ob Kinder auf Inline-Skatern oder entspannungssuchende Familien, feiernde Jugendliche oder schwatzende Senioren – für sie alle sei das Bollwerk der Treffpunkt Nummer eins in der Stadt.

„Das kann zwar auch zu von manchen nicht willkommenen ,Nutzungsüberschneidungen’ führen, wenn junge Leute mit Ghettoblaster neben dem Rentnerehepaar sitzen, das die Welt nicht mehr versteht“, gibt Krohn zu und lacht. Aus seiner Sicht ist aber auch das nur gut: Denn so entstehe überhaupt erst die Chance, dass sich verschiedene Gruppen und Generationen begegnen – und am Ende vielleicht auch ins Gespräch kommen oder zumindest über die Bedürfnisse der anderen nachdenken.

Das gewisse Plus an Lebensqualität umsonst

Für Krohn, der selbst oft unterwegs auf der Seepromenade ist, wie er erzählt, birgt das Fleckchen das gewisse Plus an Lebensqualität für die Fontanestädter. „Es ist ein Stückchen Erholung und fast schon Meditation, die man dort genießen kann und für die man sonst viel Geld bezahlen muss.“

Von Celina Aniol

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