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Neuruppin 50 Hektar Feld in Flammen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 50 Hektar Feld in Flammen
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17:25 29.06.2018
Das Feuer war auf einem Feldstück ausgebrochen, das bereits am Vormittag abgeerntet worden war. Quelle: privat
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Neuruppin

Für die Feuerwehrleute war es doppelt heiß: Von oben brannte die Sonne, rundherum loderten die Flammen. Über Stunden versuchten etwa 50 Frauen und Männer mehrere Feuerwehren am Donnerstagabend, den Brand auf einem Feld bei Treskow zu löschen. Das stellte sich als deutlich schwerer heraus, als angenommen. Am Ende hatte das Feuer eine Fläche von etwa 50 Hektar zerstört.

Der Alarm war gegen 18.30 Uhr bei der Leitstelle in Potsdam eingegangen. Gleich mehrere Anrufer hatten sich gemeldet, als sie große schwarze Rauchwolke auf einem Feld nahe der Autobahn aufsteigen sahen. Als die Neuruppiner Feuerwehr kurz darauf eintraf, stand schon ein beträchtlicher Teil des Ackers in Flammen.

Ausgebrochen war das Feuer auf einer Fläche, die bereits am Vormittag abgeerntet worden war, sagt Neuruppins Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick. Dort lag nur noch das Stroh. Das ist allein schon schwer zu löschen. Am Donnerstag kam noch etwas anderes hinzu.

Mit schwerer Technik zogen die Landwirte Furchen in den trockenen Boden, um die Ausbreitung des Feuers zu stoppen. Quelle: privat

„Der Wind hat uns schwer zu schaffen gemacht“, sagt Jachnick. Die Feuerwehrleute wollten vermeiden, dass sich die Flammen auf ein benachbartes Feld ausbreiteten, das noch nicht abgeerntet worden war. Doch der Wind trieb die Flamen genau dorthin.

Nur mit Mühe gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Im Einsatz waren Kräfte der Hauptwache, der Löschzug Alt Ruppin mit Wulkow und Nietwerder, die Feuerwache Südwest aus Treskow und Feuerwehrleute aus Fehrbellin.

Erst ein Feldbrand, dann ein Waldbrand

„Das war ein kräftezehrender Einsatz“, sagt Jachnick: „Die Leute sind bis an ihre Grenzen gegangen.“ Auch er selbst war geschafft, als der Feldbrand gegen 21.30 Uhr gelöscht war.

Die die Feuerwehrleute war der Abend aber noch nicht beendet, von Treskow aus musste sie gleich weiterfahren zu einem Waldbrand bei Gühlen-Glienicke. Dort standen 1000 Quadratmeter Waldboden in Flammen. Erst lange nach Mitternacht kamen die Frauen und Männer zur Ruhe.

Wie die Brände entstanden sind ist unklar. Erntearbeiten können jedenfalls nicht der Auslöser für das Feuer auf dem Feld gewesen sein, sagt Harald Krumhoff aus Stöffin, der einen Teil der abgebrannten Flächen bewirtschaftet: „Wir waren dort schon am Vormittag fertig.“ Die Maschinen waren seit Stunden abgerückt, als der Brand gemeldet wurde,

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Allein Krumhoff schätzt seinen Schaden grob auf etwa 10.000 Euro. Den Betrieb, der das Nachbarfeld bewirtschaftet, hat es aber härter getroffen, sagt er – dort stand das Getreide noch auf den Halmen.

Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. „Wir werden in alle Richtungen ermitteln“, sagt deren Sprecherin Ariane Feierbach.

Bereits am Mittwoch war ein etwa 25 Hektar großes Feld bei Walsleben abgebrannt. Dort wurde das Feuer wohl durch Funken bei der Ernte ausgelöst. Wegen dieses Brandes hatte sogar der Prignitz-Express unterbrochen werden müssen. Über Stunden fuhren die Züge gar nicht oder nur zwischen Neuruppin und Berlin.

Von Reyk Grunow

Am frühen Abend musste die Neuruppiner Feuerwehr ausrücken: Autofahrer hatten einen Brand in der Nähe der Autobahn gemeldet.

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