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Ärzte sollen weniger arbeiten

Gewerkschaft und Ruppiner Kliniken einigen sich auf Tarifvertrag Ärzte sollen weniger arbeiten

Nun ist es amtlich: Die rund 180 Ärzte in den Ruppiner Kliniken erhalten mehr Geld. Darauf haben sich nach monatelangen Verhandlungen die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Geschäftsführung der Ruppiner Kliniken geeinigt. Darüber informierten gestern die Gewerkschaft sowie das Krankenhaus in einer gemeinsamen Erklärung.

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Hauptgebäude der Ruppiner Kliniken in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Ärzte an den Ruppiner Kliniken bekommen rückwirkend zum September gut sechs Prozent mehr Lohn und ab Januar noch mal einen Zuschlag von gut vier Prozent. Bis zum Januar 2017 sind weitere Lohnerhöhungen vereinbart. Denn bis dahin soll das Niveau erreicht werden, das in anderen kommunal geführten Krankenhäusern gilt. Laut Marburger Bund liegt der Lohn der Ärzte in Neuruppin, der meist individuell ausgehandelt wurde, bisher im Schnitt um 20Prozent darunter.

Des Weiteren haben die Tarifparteien vereinbart, dass die Mediziner künftig weniger arbeiten müssen. Denn die meisten Ärzte haben viele Überstunden. „Nicht alle sind dokumentiert“, sagte Gewerkschafter Lars Grabenkamp am Donnerstag. Deshalb wird ein sogenanntes Ampelkonto eingeführt. Damit sollen die Überstunden begrenzt werden. „Bei Rot müssen die Überstunden unverzüglich bezahlt oder mit Freizeit abgegolten werden“, sagte Grabenkamp.

Unverzüglich heißt in dem Fall, dass dies innerhalb eines Monats passieren soll. Vorrang hat dabei das Abbummeln der Überstunden. Das gilt ebenfalls für die über Jahre angehäufte Mehrarbeit. Überstunden sollen innerhalb eines Jahres, spätestens aber bis Ende März des Folgejahres abgebummelt werden. „Danach muss Kohle fließen“, so Grabenkamp.

Wie teuer die Tariferhöhung für die Ruppiner Kliniken wird, das wollte die Geschäftsführung gestern nicht sagen. Dabei handele es sich „um Betriebsinterna“, ließ Sprecherin Verena Clasen ausrichten. Experten gehen davon aus, dass es sich um einen Millionenbetrag handeln könnte.
Das wird sich wohl auf die anderen Tarifverhandlungen auswirken. Denn die 1500Krankenschwestern und Pfleger der Kliniken und die 140Sanitäter des Rettungsdienstes dringen ebenfalls auf mehr Lohn. Für die Sanitäter wird seit April verhandelt, für die Krankenschwestern sollen die Gespräche im November beginnen.

Von Andreas Vogel

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