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Neuruppin Fürs Quast’sche Altenteil ist Rettung in Sicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Fürs Quast’sche Altenteil ist Rettung in Sicht
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00:27 01.09.2018
Das ehemalige Altenteil derer von Quast steht bereits seit vielen Jahren leer. Quelle: Peter Geisler
Radensleben

Fast 20 Jahre lang ging nahezu nichts – jetzt plötzlich sieht es sehr gut aus für die Rettung des sogenannten Altenteils der Familie von Quast. Das denkmalgeschützte Gebäude, um das der Ortsbeirat so lange mit der Stadt Neuruppin gerungen hat, ist verkauft. Innerhalb von wenigen Monaten hat die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) für das heruntergekommene Haus einen Interessenten gefunden. „Die Papiere sind bereits alle unterschrieben“, bestätigt NWG-Geschäftsführer Robert Liefke.

Der Berliner Notar Ulrich Bente will das Gebäude übernehmen und dort Wohnungen einbauen. Bente ist in der Region nicht unbekannt. Er lebt seit einigen Jahren in Karwe und hat auch andere leer stehende Häuser schon gekauft und umgebaut, etwa den Bahnhof Wustrau-Radensleben.

Ortsbeirat hat schweren Herzens zugestimmt

Ortsvorsteher Hardy Richter ist froh, dass es endlich eine Perspektive für das markante Gebäude Mitte im Dorf gibt. Der Ortsbeirat hat dem Verkauf zugestimmt, wenn auch mit gemischten Gefühlen. Viele Jahre lang hatten die Radenslebener gehofft, die Stadt oder ihre Tochterfirma, die NWG, würden das Haus sanieren und so umbauen, dass dort auch Räume für den Ortsbeirat entstehen. Nach wie vor gibt es im Dorf keinen Treffpunkt.

Doch erst warf die Stadtverwaltung das Handtuch, dann auch NWG. beiden erschienen die Kosten für eine Sanierung viel zu hoch. Schließlich hatten die Neuruppiner Stadtverordneten ein Einsehen und erlaubten die NWG das Altenteil weiterzuverkaufen. Der Ortsbeirat sicherte sich aber das Recht, dass ein Verkauf nur mit seiner Erlaubnis erfolgen darf.

Spatenstich für die neue Kita der Kirche

Hardy Richter wollte wenigstens ein kleines Druckmittel in der Hand behalten, um sicherstellen zu können, dass es einen Dorftreff geben wird.

Zugestimmt haben die Radenslebener nur, weil inzwischen sicher ist, wo der Ortsbeirat und wo auch Vereine für eine Feier oder Versammlung unterkommen können. Die Kirchengemeinde will neben der Kirche eine neue, größere Kita bauen, in der auch Gemeinschaftsräume vorgesehen sind. Ende September erfolgt aller Wahrscheinlichkeit nach der erste Spatenstich. Auch wenn Pfarrerin Rose Möllhoff-Mylius noch nicht sicher sagen kann, ob bis dahin alle Genehmigungen vorliegen, um mit dem Bau beginnen zu können. Dass die Zustimmungen kommen werden, scheint inzwischen sicher.

Ganz in Sack und Tüten ist der Eigentümerwechsel des Altenteils allerdings noch nicht. Zum Gebäude gehört nahezu kein Land; also verhandelt der Käufer noch mit der Stadt, ob die ihm nicht auch etwas von den umliegenden Grundstücken abtreten könnte. Klappt das nicht, würde die NWG den Verkauf notfalls rückgängig machen.

Von Reyk Grunow

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