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Neuruppin Für Corven beginnt der Hausunterricht
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00:23 30.08.2018
Corven Eichler (12) aus Storbeck, nach seiner dritten Knochenmarktransplantation. Quelle: Privat
Storbeck

Für Corven beginnt der nächste Schritt zurück in die Normalität. Der zwölfjährige Sohn von Christin Eichler und Guido Semrau aus Storbeck, der an einer seltenen Immunschwäche, dem Wiskott-Aldrich-Syndrom leidet und schon drei Knochenmarktransplantationen hinter sich hat, erhält ab jetzt Hausunterricht.

Erst mal zehn Stunden die Woche Unterricht

„Am meisten freue ich mich auf Englisch“, sagte Corven am Montag. Allerdings muss der Siebtklässler, der jetzt zum Neuruppiner Schinkelgymnasium gehört, seinen Elan noch etwas zügeln. Bewilligt wurden von den Ärzten erst einmal zehn Schulstunden je Woche. Schließlich muss sich Corvens Körper an die neuen Herausforderungen und den allmählichen Wegfall vieler Medikamente gewöhnen. Hinzu kommt, dass der Zwölfjährige seit ein paar Wochen Probleme mit seiner Lunge hat.

„Aber seine Blutwerte sind ein Traum“, sagt Mutter Christin Eichler. 220.000 Trombozyten (Blutplättchen) je Tausendstel Milliliter wurden bei Corven zuletzt gemessen, das ist völlig normal – und zehnmal besser als vor dem Eingriff Ende März am Universitätskrankenhaus in München. Da lagen die Blutwerte lediglich bei 20.000 je Tausendstel Milliliter.

Alle zwei Wochen zurück in die Klinik nach München

Gleichwohl gibt es, rund 150 Tage nach der Transplantation, noch Einschränkungen. So soll Corven mit nicht mehr als fünf Menschen zugleich körperlichen Kontakt haben. Auch muss der Junge alle zwei Wochen zur Kontrolle in die Klinik nach München.

Kraft und Zuversicht tankt Corven nicht allein durch seine Eltern. So steht der Fan des Fußballteams von Energie Cottbus, der in der vergangenen Saison acht Tore für Blau-Weiß Walsleben geschossen hat, in regelmäßigem Kontakt mit Fabio Viteritti, der seit 2016 bei Energie spielt. „Ich gratuliere ihm, wenn Cottbus gewinnt oder er wieder ein Tor geschossen hat.

Ausgleich durch Therapiepferde

Zudem haben sich Corvens Eltern ein zweites Pferd zugelegt. „Lucky“ ist wie „Karl“ schon 19 Jahre und ein ehemaliges Therapiepferd. „Die Pferde sind für die Kinder wichtig aus Ausgleich“, sagt Christin Eichler. Denn auch die Schwester von Corven, Philine (5), hat schon Krankenhauserfahrungen hinter sich: Bei ihr war vor gut einem Jahr ein Herzfehler festgestellt worden. Die achtstündige Operation am Berliner Herzzentrum habe ihre Tochter gut überstanden, so Eichler.

Von Andreas Vogel

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