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Neuruppin Amt plant höhere Kita-Gebühren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Amt plant höhere Kita-Gebühren
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18:35 22.11.2016
Louis, Felix, Sophie und Isobel (v. l.) im Lindower Kinderland. Quelle: Peter Geisler
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Lindow

Ab dem kommenden Jahr sollen die Gebühren für die Betreuung eines Kleinkindes in einer Kindertagesstätte des Amtes Lindow steigen. Davon betroffen wären die Kita „Lindower Kinderland“ in Lindow und die „Eichholzstrolche“ in Herzberg. Für die Sitzung des Amtsausschusses Lindow am Montagabend war ein entsprechender Beschluss zur Abstimmung vorbereitet worden. Soweit kam es jedoch nicht.

Elternsprecher verärgert

In einem Brief der Elternsprecher der Kita „Lindower Kinderland“ an den Ausschuss, der auch der MAZ vorliegt, fordern die Elternvertreter die Rückstellung des Tagesordnungspunktes. Die Vertreter der Eltern kritisieren in ihrem Schreiben an den Ausschuss die Informationspolitik: Sie hätten lediglich durch einen Zeitungsartikel und einen „winzigen Aushang in der Kita“ von der Gebührenerhöhung erfahren. Moniert wird in dem Schreiben, dass niemand direkt Kontakt mit den Elternsprechern aufgenommen habe. Daraufhin entbrannte eine Debatte über das weitere Vorgehen.

Eine Neukalkulation ist aufgrund des Kommunalabgabegesetzes des Landes Brandenburg erforderlich, das eine Neuberechnung in regelmäßigen Abständen vorsieht. Die Kita-Gebühren richten sich nach dem Einkommen der Eltern, dem Alter der Kinder (Krippe, Kindergarten, Hort) sowie nach der Zahl der Kinder in der Familie. Die jetzige Gebührensatzung aus dem Jahr 2013 basiert auf der Grundlage der Haushaltszahlen von 2012. Daraus ergibt sich ein jetziger Höchstbetrag pro Monat von aktuell bei 187,96 Euro. Der neu berechnete Betrag läge bei 278,40 Euro – Mehrkosten von 90,44 Euro.

Erhöhte Kosten

Die Erhöhung der Kosten wird mit einem erhöhten Platzbedarf, erhöhten Personalkosten durch Tarifveränderungen sowie mit der Veränderung des Betreuungsschlüssels (Anzahl der Erzieher im Verhältnis der zu betreuenden Kinder) begründet. Die Verwaltung schlägt in der Beschlussvorlage eine Erhöhung der Gebühren in zwei Schritten vor.

Amtsdirektor Danilo Lieske sagte, es gebe nur zwei Lösungen: die Gebühren würden erhöht oder das Amt müsse die Differenz tragen. In der folgenden Debatte beantragte Ausschussmitglied Dieter Eipel den Beschluss zu vertagen. Es müsse eine Möglichkeit und ausreichend Zeit geben, mit den Elternvertretern und Kindertagesstätten zu sprechen. Um ein gemeinsames Treffen zur Lösung des Problems war auch in dem Schreiben der Eltern gebeten worden. Ein wenig verstimmt war Eipel allerdings, weil keiner der Elternvertreter zur Sitzung gekommen war. Die Entscheidung, den Beschluss zu vertagen, war einstimmig.

Von Lisa Neumann

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