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Neuruppin Drogendealer wieder auf freiem Fuß
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17:51 26.02.2018
Quelle: dpa
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Neuruppin


Am 4. Juli 2017 hatten Polizisten Carsten O. festgenommen, nachdem er in Neuruppin bei der Übergabe von einem Kilogramm Amphetamin erwischt worden war. Am Dienstag setzte das Landgericht Neuruppin den Haftbefehl außer Vollzug: Carsten O. ist bis zum Haftantritt ein freier Mann.

Keine neue Erfahrung für Carsten O., auf der Anklagebank zu sitzen

Der 48-Jährige und der mitangeklagte Michael R. sitzen wegen Drogenhandels seit dem 13. Fe­bruar auf der Anklagebank. Das ist für Carsten O. keine neue Erfahrung. Bereits 1998 war er wegen Förderung der Prostitution zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. „Da hatte ich mal einen Bordellbetrieb“, sagte der Angeklagte. Dabei handelte es sich um den damaligen „Club 153“ an der Bechliner Chaussee. Zwei Jahre später stand der gelernte Elektriker erneut vor Gericht – wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung im Straßenverkehr.

Glaubhaftes Geständnis gegen Strafzusage

2006 dann musste er als Mitglied der so genannten XY-Bande für neun Jahre ins Gefängnis, von denen er sechs Jahre abgesessen hat. Nun drohen ihm zwischen vier und viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe. Darauf hatten sich die Prozessbeteiligten bereits am ersten Verhandlungstag geeinigt, wenn Carsten O. ein glaubhaftes Geständnis ablegt.

Geld für Cannabis-Plantage geborgt

Das tat er am Dienstag. Demnach hat er am 6. Mai 2017 an Michael R. wie vereinbart ein Kilogramm Amphetamin für 4000 Euro verkauft. Der zweite Deal am 4. Juli flog dann auf. Auch richtig sei, so der Angeklagte, dass er Sven S. 33 000  Euro für den Kauf eines Grundstücks bei Kyritz gegeben hat. Er habe sich dafür eine Grundschuld von 60 000 Euro eintragen lassen. Er habe gewusst, dass Sven S. dort früher oder später eine Cannabis-Plantage errichten wollte.

Mitangeklagter hatte bei Drogenübergabe Waffen dabei

Michael R. dagegen wollte sich am Dienstag weder zu seinen persönlichen Verhältnissen noch den Vorwürfen einlassen. Er war mit dem gerichtlichen Vorschlag nicht einverstanden, wonach er mit einer Strafe zwischen sechs und sieben Jahren zu rechnen hätte. Denn er ist wegen bewaffneten Drogenhandels angeklagt. Bei der Drogenübergabe hatte R. einen Schlagring und eine geladene Schreckschusspistole dabei.

Staatsanwalt sprach sich gegen Haftentlassung aus

Der Staatsanwalt hatte beantragt, den Haftbefehl gegen Carsten O. weiter aufrecht zu erhalten. O. habe Zugang zu erheblichen Vermögenswerten, Kontakt zu einer ausländischen Immobilienfirma und er habe vor der Festnahme einen aufwendigen Lebensstil geführt. Dem widersprach der Verteidiger. Sein Mandant habe ganz normal gelebt. „Er hatte nur ein schönes Auto, aber auch nicht mehr.“ O. fuhr einen Audi Q7 älteren Baujahres. Eine Kaution in Höhe von 30 000 Euro wie von der Staatsanwaltschaft gefordert hielt der Anwalt nicht für angezeigt. „Woher soll das Geld kommen?“ Für Donnerstag wird mit einem Urteil gerechnet.

Von Dagmar Simons

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