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Neuruppin Antrag zum Glyphosat-Verzicht auf der Warteliste
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Antrag zum Glyphosat-Verzicht auf der Warteliste
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01:15 06.12.2018
Warnung vor Glyphosat. Quelle: foto: Imago
Neuruppin

Es ist völlig offen, ob der Landkreis beim Kreistag in der nächsten Woche ein Zeichen gegen den bislang fast ungebremsten Einsatz des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat setzen wird. Zwar haben die Bündnisgrünen einen Antrag zum Glyphosat-Verzicht gestellt, der auch vom Fachausschuss mehrheitlich befürwortet wurde.

Kreistag berät diesmal in den Kliniken

Doch ob das Thema in der nächsten Woche wirklich beim Kreistag beraten wird, das ist unklar: Zum einen hat der Kreis- und Finanzausschuss den Punkt in seiner jüngsten Sitzung von der Tagesordnung gekippt – diese war mit über 20 Punkten einfach zu lang für das Gros der Abgeordneten, so dass das Thema Glyphosat wie drei weitere Punkte, in denen es zum Umgang mit Pestiziden im Landkreis gehen sollte, wegen der fortgeschrittenen Zeit vertagt wurde. Zum anderen soll es am 13. Dezember eine besondere Kreistagssitzung geben – mit einem kleinen Festakt zu 25 Jahre Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Saal der Ruppiner Kliniken. Deshalb beginnt der Kreistag ausnahmsweise auch schon um 14 Uhr und nicht erst um 16.30 Uhr.

Kay Noeske-Heisinger (44) findet den frühen Beginn bedenklich. Schließlich könne damit nicht mehr gewährleistet werden, dass Interessierte zu der Sitzung kommen – weil sie zu der Zeit noch arbeiten. Kreissprecherin Britta Avantario sieht zwar das Problem. Jedoch habe sich der Ältestenrat des Kreistages, der durch die Chefs der sechs Fraktionen gebildet wird, auf die frühe Anfangszeit verständigt, sagte Avantario am Montag.

Es geht um Flächen, die der Kreis verpachtet

Der frühe Beginn könnte eventuell dazu führen, dass sich der Kreistag doch mit dem Antrag der Bündnisgrünen zum Glyphosat-Verzicht auf Flächen des Landkreises beschäftigt. „Der Fachausschuss hat dem ja zugestimmt“, sagte Noeske-Heisinger, und ein Statement vom Kreisfinanzausschuss sei eigentlich nicht notwendig.

Ob das die anderen Abgeordneten ebenso sehen, das ist jedoch offen. Die Bündnisgrünen betonen indes, dass es lediglich darum gehe, ein Zeichen zu setzen. Demnach würde der Verzicht auf Glyphosat, das in Verdacht steht, krebserregend zu sein, lediglich für die rund 40 Hektar gelten, die der Landkreis verpachtet. „Es ist kein Eingriff in die Landwirtschaft“, betonte Noeske-Heisinger.

Gleichwohl wollen die Bündnisgrünen, dass ihr Antrag in der nächsten Woche beim Kreistag in den Kliniken behandelt wird. Grund: Der beantragte Glyphosat-Verzicht für neue Pachtverträge soll ab Januar gelten.

Von Andreas Vogel

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