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Neuruppin Aus Liebe zur Natur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Aus Liebe zur Natur
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13:57 04.04.2013
NEURUPPIN

. Gesund für Mensch und Natur, nachhaltig, aber trotzdem auf dem neuesten Stand – so könnte die moderne Landwirtschaft aussehen. Es klingt ein wenig wie im Märchen, denn unsere Kulturlandschaft sieht derzeit etwas anders aus. Große eintönige Mais- und Rapsschläge bestimmen das Bild in der Vegetationszeit.

Land und Boden sind knapp und teuer, sie müssen wirtschaftlich ausgenutzt werden und für Blühstreifen in der Agrarlandschaft gibt es im Land Brandenburg, im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern, keine Fördergelder. Auch Schneisen in den Maisfeldern bringen für den Bauern nichts als Flächenverluste. „Trotzdem gibt es Landwirte, die sich für derartige Maßnahmen entscheiden“, sagt Ulrich Böhm vom Landesbauernverband. Einer dieser Landwirte ist Helmut Riestock, Geschäftsführer des Fehrbelliner Rhinmilchverbundes. Auf unwirtschaftlichen Flächen, die sich schlecht bearbeiten lassen, an Waldrändern oder Bereichen im Luch werden Wiesenmischungen ausgesät und es entstehen kleinteilige blühende Streifen. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, schließlich arbeiten wir mit der Natur“, sagt Helmut Riestock. Er tut es freiwillig, ohne dafür Geld zu bekommen. Die blühenden Streifen dienen vielen Insekten als Lebensraum; sie sind Nahrungsgrundlage und Rückzugsraum.

So eine wildtierfreundliche Landwirtschaft zu fördern, hat sich die Bonner Jägerstiftung „Natur + Mensch“ zum Ziel gesetzt. Bereits zum zweiten Mal schreibt die Stiftung ein Preisgeld von 5000 Euro für Bauern aus, denen es gelingt, eine leistungsfähige Lebensmittelproduktion mit verantwortungsbewussten Naturschutzmaßnahmen zu verbinden. Bewerben können sich Betriebe im Voll- oder Nebenerwerb, die einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Wildtierbestände in ihrer Region leisten möchten. Vor zwei Jahren hat die Stiftung diesen Preis zum ersten Mal vergeben. „Wir waren sehr überrascht von der großen Zahl der Bewerber“, sagte Lilo Schön, Redakteurin der Jägerstiftung. „Es wurden viele Maßnahmen vorgestellt, von denen wir nie etwas geahnt haben. So säte zum Beispiel ein Winzer Kräuter zwischen seinen Weinstöcken um das Wild von den Trauben abzulenken.“

Ob Blühstreifen, Streuobstwiesen, alternative Energiepflanzen oder Feuchtbiotope – möglich ist vieles, auch wenn die Erträge im Vordergrund stehen. Das bewiesen im vergangenen Jahr auch Landwirte aus dem Amt Temnitz im Kreis Ostprignitz-Ruppin. Sie stimmten der Renaturierung von Feldsöllen zu, die sich auf ihren Äckern befinden und sorgten so dafür, dass kostbarer Lebensraum für Rotbauchunken erhalten oder wiederhergestellt wurde. Die eiszeitlichen Teiche dienen nun wieder als Wildtränken und liegen als wertvolle, lebensraumspendende Inseln in den Feldern. Von der Europäischen Union und dem Land Brandenburg erhielt das Amt Temnitz eine 100-prozentige Förderung für diese Maßnahmen. Mit den Landwirten hat das Amt langfristige Gestattungsverträge abgeschlossen. Geld bekommen sie für ihr Engagement allerdings nicht. (Von Cornelia Felsch)

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