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Neuruppin Eisbader schwimmen im 6 Grad kalten Ruppiner See
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Eisbader schwimmen im 6 Grad kalten Ruppiner See
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00:21 05.12.2018
Zurück an das Ufer und gleich rein in die warme Kleidung. Quelle: Peter Lenz
Neuruppin

Da staunten die Spaziergänger und Besucher der Neuruppiner Ufer- und Wanderwege, als sie ungeachtet der nasskalten Temperaturen von gerade einmal 7 Grad an der Kastanienwiese einige Badegäste erblickten. In einfacher Badebekleidung und mit einer frechen Weihnachtsmütze bekleidet, trotzten am Sonntag elf Frauen und Männer nicht nur den ungemütlichen äußeren Bedingungen, sondern auch der recht niedrigen Wassertemperatur von 6,1 Grad Celsius. Bei genauerer Betrachtung allerdings stellten die Passanten sehr schnell fest, dass sie es hier mit Sportfreunden zu tun hatte, die das Eisbaden für sich entdeckt haben und dies mit Sicherheit schon längere Zeit ausüben.

Etwa zehn Minuten bleiben alle im Wasser

Gegründet hatte sich die Gruppe, die bis zu 15 Personen umfasst, bereits im Winter 1999/2000 unter der Schirmherrschaft des Deutschen Roten Kreuzes, Sektion Wasserwacht und seinem Mitglied Knut Nicklaus. Die Mitglieder wollten sich einfach fit halten und ihren Kreislauf stärken. Wie sein Neffe Marcel Nicklaus erzählt, sei es dazu wichtig, sich vor dem Baden richtig warm zu machen, um den Organismus auf die doch erhöhte Belastung vorzubereiten. Hierzu laufen die Teilnehmer drei bis vier Kilometer.

Ungeachtet der nasskalten Temperaturen gingen am Sonntag die Neuruppiner Eisbader in den Ruppiner See. Die Gruppe badet bei fast jedem Wetter.

Anschließend geht es dann in Badebekleidung ins kalte Nass. Etwa zehn Minuten verbleibt jeder Eisbader in der Regel im Wasser – ohne sich groß dabei zu bewegen. Hierzu passen natürlich auch die eigens angepassten Schwimmbretter, die mit Aussparungen für Kaffee und Tee versehen wurden.

Gebadet wird jede Woche, sofern es nicht in Strömen regnet. Eine Temperatur-Untergrenze gibt es nach Ansicht von Knut Nicklaus nicht. Und sollte der See gefroren sein, dann wird eben ein Loch hineingeschlagen, so der Teamchef. Nach dem Baden gehen alle gemeinsam in die nahe gelegene Saunalandschaft des Sportcenters.

Eine, die das Eisbaden auch für sich entdeckt hat, ist Mandy Turgut. Sie kam eher per Zufall dazu und fand es von Beginn an interessant und eine gute Beschäftigung für die Sonntage. Seit drei Jahren ist die junge Frau nunmehr mit von der Partie – und ja, sie sei als ehemalige Frostbeule heute doch recht widerstandsfähig gegenüber Kälte geworden.

Von Peter Lenz

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