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Baggern gegen die Langeweile

Neuruppin Baggern gegen die Langeweile

Gelungener Einstand: Zum ersten Volleyball-Turnier der Initiative Jugendarbeit Neuruppin e.V. kamen rund 50 Spieler aus der Region. Das kostenlose Projekt wurde von den Erziehern Thomas Stork und Daniela Stantin begleitet und mit Hilfe engagierter Jugendlicher auf die Beine gestellt.

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Maik Wendenburg, Daniela Stantin, Carrie Hürkamp und Thomas Stork (v.l.n.r.) in der Sporthalle des Neuruppiner OSZ.

Quelle: Foto: Jan Philipp Stoffers

Neuruppin. Über eine hohe Teilnehmerzahl freuten sich die Veranstalter des ersten Neuruppiner Volleyball-Turniers „Euronight“ am Samstagabend. Rund 50 Spieler waren zu dem Turnier der Initiative Jugendarbeit Neuruppin (IJN) in der Sporthalle des Neuruppiner Oberstufenzentrums (OSZ) angetreten. Bis weit nach zwei Uhr nachts baggerten, pritschten und blockten die Freizeitsportler um die Wette.

Dabei hatten die Organisatoren gerade einmal drei Wochen Zeit gehabt, die Veranstaltung zu planen. „Das war eine recht spontane Idee“, sagt Thomas Stork. Der 46 Jahre alte gelernte Erzieher ist seit mehr als zehn Jahren in der Jugendhilfe für die Fontanestadt tätig.

Jugendliche engagieren sich und schaffen Freizeitangebote

Der eigentliche Anstoß für das Turnier kam von Carrie Hürkamp (17) und Maik Wendenburg (31). Das Paar aus Vielitz ist häufig bei den Volleyball-Turnieren der Region zu sehen und kennt den Streetworker Thomas Stork. „Es gab bis vor einiger Zeit ein Neuruppiner Turnier, das aber im Sande verlaufen ist“, erinnert sich Maik Wendenburg. Und auch, weil das sonst gut besuchte Turnier in Kyritz abgesagt wurde, kam das Paar auf die Idee, in Neuruppin etwas auf die Beine zu stellen. Carrie kann momentan verletzungsbedingt zwar nicht selbst spielen, sie möchte sich aber in der Jugendarbeit engagieren. „Mit der Idee kam sie dann zu mir“, erzählt Thomas Stork. Er und seine Kollegin Daniela Stantin waren sofort begeistert und halfen den Wettkampf zu organisieren. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin stellte die Sporthalle am OSZ kostenlos zur Verfügung. Die Jugendlichen entwarfen Handzettel und machten Werbung in sozialen Netzwerken, wo sich die Veranstaltung blitzschnell herumsprach. Die Bälle und Netze stellten regionale Volleyballvereine zur Verfügung.

Die Teilnehmer kamen aus weiten Teilen der Region angereist

Das Turnier lockte Spieler unterschiedlichster Altersklassen, Amateure wie Vereinsspieler, aus Neuruppin, Protzen, Kyritz, Wittstock und sogar aus Henningsdorf an. Um die Chancengleichheit zu erhöhen, wurden die Spieler den Teams im Losverfahren zugeteilt. So ein Turnier sei doch viel besser als am Wochenende rumzuhängen und sich zu langweilen, findet Chris Richter (19). „Es ist toll, dass Neuruppin so ein Turnier bekommt. Volleyball begleitet mich schon mein ganzes Leben und hat mich sicher vor der ein oder anderen Dummheit bewahrt“, sagt der Neuruppiner.

Sportlicher Kampfgeist statt Konsolenspielen

Der Sport ist für die Veranstalter Mittel zum Zweck. Aus sich rauszugehen, neue Kontakte aufzubauen und Fairplay stehen im Vordergrund. Neuruppin habe zwar keine sozialen Brennpunkte. Dennoch seien die Projekte der Initiative Jugendarbeit wichtig. „Es ist schwierig an die Jugendlichen heranzukommen, wenn die sich lieber zu Hause vor der Spielekonsole verkriechen“, sagt Daniela Stantin. Das Turnier sei daher ideal um mal wieder rauszukommen, so die Erzieherin. „Toll, dass so viele gekommen sind“, ist Thomas Stork begeistert und fügt hinzu: „Jugendarbeit ist mein Leben. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, wenn du etwas planst und die Jugendlichen dann kommen und das annehmen.“

Weitere Angebote der Initiative Jugendarbeit Neuruppin e.V. sind zu finden im Internet unter: www.ijn-ev.de

Von Jan Philipp Stoffers

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