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Neuruppin Bechliner Glockenspiel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Bechliner Glockenspiel
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02:16 10.10.2015
Die Bechliner Kinder probierten die neuen Glockenspiele gleich aus. Quelle: Christian Schmettow
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Neuruppin

Eine schöne Bescherung erleben die Kinder in Bechlin am Mittwochmorgen: In der Kita Regenbogen schauen Lucie, Luisa, Jannik, Ludwig, Marc, Matthes und Philip gespannt zu, wie die SPD-Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke und Kai Wulfes von der Sparkasse den großen Karton öffnen. „Schere“, sagt ein kleiner Junge, als die Vizepräsidentin des Deutschen Musikrates mit dem Klebeband kämpft. Ulrike Liedtke zieht bunte Glockenspiele aus der Kiste. Es ist ihr wichtig, dass es mehr musikalische Früherziehung in den Kitas gibt. Musikalische Bildung müsse im Kleinkindalter den gleichen Stellenwert haben wie die Muttersprache, die erste Fremdsprache und der Sport, sagt sie. Deshalb hat sie die Sparkasse davon überzeugt, knapp 12 900 Euro aus den PS-Losen dazu beizusteuern. Ein solches Projekt gab es im Land Brandenburg vorher noch nie.

Die Kinder waren ganz begeistert von den Glockenspielen. Quelle: Christian Schmettow

Als eine der ersten kleinen Kindertagesstätten bekommt die Kita Regenbogen Glockenspiele für die musikalische Früherziehung – 15 von insgesamt 630, die an 42 Kindertagesstätten im gesamten Landkreis Ostprignitz-Ruppin verteilt werden (die MAZ berichtete). Von Bechlin fahren Liedtke, Wulfes und Hans-Peter Dageroth dann weiter zu Kitas im Raum Kyritz und Wittstock. Dageroth vom Rheinsberger Verein Tanz & Art wird im Laufe dieser Woche alle Glockenspiele verteilen. Bedacht werden kleine Kitas mit weniger als 40 Kindern zwischen Königshorst, Herzsprung, Stüdenitz-Schönermark, Dorf Zechlin und Alt Ruppin.

Die 15 Glockenspiele pro Kita sind ernst zu nehmende, kleine Musikinstrumente. Acht farbige Metallplättchen sitzen auf Holzrahmen und sind exakt gestimmt, so dass auch das Zusammenspiel keinen Missklang erzeugen muss. Das Instrument umfasst eine Oktave und wird mit zwei Holzklöppeln gespielt. Luisa, die an diesem Morgen ihren ersten Geburtstag feiert, findet, dass man den Schläger mit der Kugel auch ganz gut als Lolli verwenden kann.

Ulrike Liedtke und Kai Wulffes überbrachten die Spende persönlich. Quelle: Christian Schmettow

Zu jedem Glockenspiel gibt es außerdem ein Lernheft mit Kinderliedern. Die Noten sind in den Farben der Metallplatten gezeichnet. So kann die Erzieherin den Kindern, die weder Noten lesen können, noch wissen, was ein C oder ein D ist, einfach die Farben ansagen – und schon spielen alle gemeinsam „gelb wie die Sonne“, und die Glocken singen „Kuckuck, kuckuck, ruft’s aus dem Wald“. Ulrike Liedtke traut den Kleinen gleich einen Kanon zu. „Bruder Jakob“ zwitschern die Bechliner Regenbogenkinder.

Sauber gestimmte Instrumente allein reichen natürlich nicht für eine gute musikalische Früherziehung. Nur, wenn die Erzieherinnen selbst etwas von Musik verstehen, können sie den Kindern auch das Gefühl dafür vermitteln.

Da ist es von Vorteil, dass die Bechliner Erzieherinnen Elke Schorisch und Bärbel Hoffmann ihren Beruf schon einige Jahre ausüben. „Wir haben Musik noch in unserer Ausbildung gelernt“, erinnert sich Bärbel Hoffmann an ihr Studium zu DDR-Zeiten. Und zum Singen gehöre auch der Mut, aus sich herauszugehen: Nur wer sich traut, kann auch schön singen.

Das will Bärbel Hoffmann den Kindern beibringen und freut sich schon auf die Arbeit mit den neuen Glockenspielen. Wie schön die mehrstimmig im Orchester klingen können, das hat sie mal privat an einer Kindertagesstätte in England gehört.

Von Christian Schmettow

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