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Neuruppin Bis sich alles dreht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Bis sich alles dreht
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17:28 03.11.2016
Florian (8, l.) hat sichtlich Freude an der rasanten Fahrt im Kettenkarussell. Danach stürmte er gleich zum nächsten Fahrgeschäft. Quelle: Lisa Neumann
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Neuruppin

Am Donnerstagvormittag schlugen die Herzen der Kinder und Erwachsene mit einer Behinderung höher. Sie durften so viel Karussell fahren, wie sie wollten. Zwei Stunden lang öffneten die Fahrgeschäfte ihre Türen, schlossen Schausteller die Autoscooter auf und zogen die Rollläden vom Stand mit der Zuckerwatte hoch. Schon um kurz nach 10 Uhr tummelten sich unzählige Gruppen auf dem Platz. Trotz frostiger Temperaturen und wolkenverhangenen Himmels ließen es sich die Großen und Kleinen nicht nehmen jede Attraktion mehrmals zu fahren.

Frank (32, v.re. nach li.) und Martin (28) vor dem „Breakdancer“. Quelle: Lisa Neumann

Aus der ganzen Region waren Betreuerinnen und Betreuer mit den Menschen mit Behinderung gekommen, darunter aus Oranienburg, Wittstock und Kremmen.

Autoscooter beliebt

Großer Renner bei den Fahrgeschäften war der „Breakdancer“, dessen drehende Gondeln auf einer rotierenden Platte montiert sind, das „Crazy Outback“, ein moderner Hindernissparcours mit verspiegeltem Labyrinth und schwingenden Boxsäcken sowie ein Klassiker: der Autoscooter. Einige forderten nach der Fahrerei auch ihr Glück an der Losbude heraus – jedoch ohne Erfolg. Mehr Geschick hatte Sebastian aus der Mosaikschule in Wittstock. Beim „Entenangeln“ hatte er einen guten Platz vom Enten-Planschbecken ergattert und lupfte mit dem magnetischen Stock eine Ente nach der anderen in das vor ihm stehende Körbchen. Insgesamt fischte er etwa 20 Stück und damit 600 Punkte aus dem Becken. Als Preis sucht er sich ein kleines Kopfkissen mit lächelndem Gesicht aus.

Vorfreude pur

Es waren etwa 1500 Menschen auf dem Jahrmarkt. „Die freuen sich schon seit Wochen darauf“, erzählt eine Betreuerin. Für viele ist es der Ausflug zum Martinimarkt ein Höhepunkt – „vergleichbar mit Weihnachten“, sagt die Betreuerin und lacht. Ihre Kinder stürmen schon auf das nächste Fahrgeschäft zu. „Ein anstrengender Tag“, resümiert der Betreuer, der mit drei jungen Männern den kleinen vorbeizischenden Rennautos zuschaut.

Paula konnte es nicht lassen und nascht von ihrer Zuckerwatte. Quelle: Lisa Neumann

Alle vier tragen ein buntes Lebkuchenherz mit dem Schriftzug „Martinimarkt 2016“ um den Hals. Eine Spende der Schausteller. „Da machten alle große Augen, als es noch was extra gab“, sagt Andrea Voigt vom Stadtmarketing Neuruppin. Auch die Idee, den Markt speziell nur für Menschen mit Behinderung zu öffnen geht auf eine Initiative der Schausteller zurück. Sie wollen den Menschen was Gutes tun und auch etwas zurückgeben, erklärt Andrea Voigt.

Sebastian (12) beim „Enten angeln“ Quelle: Lisa Neumann

Der 361. Martinimarkt in der Neuruppiner Innenstadt ist noch bis Sonntag, 6. November geöffnet. Am Sonntagabend brechen die mehr als 100 Schausteller dann ihre Zelte wieder ab. Mit annähernd 200 000 Besuchern zählt der Rummel zu den größten Volksfesten im Land Brandenburg.

Von Lisa Neumann

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