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Neuruppin Braucht Neuruppin mehr Besucher?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Braucht Neuruppin mehr Besucher?
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17:05 14.06.2013
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NEURUPPIN

Zwei mögliche Ergebnisse gibt es am Sonntag: Entweder einer der vier holt mehr als die Hälfte der Stimmen, dann ist er gewählt. Kommt niemand im ersten Anlauf über diese Hürde, treten die zwei am besten platzierten Kandidaten am 27. Januar zur Stichwahl an.

Allerdings hat das Kommunalwahlgesetz noch eine weitere Hürde aufgebaut: Wer gewinnt, muss in diesem Wahlgang die Stimmen von mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten bekommen. Holt jemand im ersten Wahlgang zwar die absolute Mehrheit, aber nicht dieses Quorum, gibt es trotzdem eine Stichwahl. Bleibt der Gewinner der Stichwahl unter dem Quorum, wählt die Stadtverordnetenversammlung den Bürgermeister.

Wer auch immer Anfang März das Ruder im Rathaus übernimmt, wird sich mit der touristischen Entwicklung von Neuruppin beschäftigen müssen. Deswegen heißt unsere Frage an die Kandidaten heute: Braucht Neuruppin mehr Besucher? Und wenn ja: Was kann man dafür tun?

Die Antworten drucken wir wie immer in der Reihenfolge, in der sie bei uns eingegangen sind, ohne jede redaktionelle Bearbeitung. Auch Sie, liebe Leser, können eine Frage für unser Wahlforum einsenden. Am besten schicken sie diese per Mail an: neuruppin@mazonline.de; wir nehmen sie aber auch per Fax (03391/45 75 20) oder unter 03391/45 75 12 entgegen.

Jens-Peter Golde: Die Besucherzahlen von Tages- und Übernachtungstouristen sind glücklicherweise um 30 Prozent gestiegen. 1,46 Millionen Übernachtungen im Ruppiner Seenland 2011, das ist Spitze in Brandenburg. Das Problem ist die zu geringe Verweildauer von durchschnittlich 1,6 Tagen. Deshalb muss an der touristischen Infrastruktur (Bad Neuruppin ) und am Kulturangebot (Festspielregion Ruppiner Land, neues Museum etc.) gearbeitet werden, um die Besucher zu animieren länger in unserer Region zu bleiben.

Der weitere Ausbau des Wassertourismus, der Rad- und Wanderwege sowie die vernetzte Werbung aller Tourismusanbieter in den verschiedenen Medien, aber auch auf Messen, ist zukünftig ein „Muss“. Das Resort Mark Brandenburg mit seinem außergewöhnlichen Wellnessbereich ist ein Segen für unsere Stadt und erschließt uns gemeinsam mit den Ruppiner Kliniken ungeahnte Möglichkeiten im Bereich des Gesundheitstourismus.

Kay Noeske-Heisinger: Natürlich ist es gut, wenn wir mehr Besucher in die Region holen. Das Pfund, mit dem wir wuchern können, ist die Natur – Wälder, Felder, Seen. Aber auch die Abgeschiedenheit und Ruhe zieht viele Touristen hierher. Auch das Angebot an Kultur und Unterhaltung muss stimmen. Feriengäste bekommen bei uns schon viel geboten, doch oftmals finden attraktive Veranstaltungen zeitgleich statt. Das städtische Kulturmanagement hat in den letzten beiden Jahren viel auf die Beine gestellt und auch die Kulturschaffenden der Umgebung mit ins Boot geholt, da wir nur zusammen eine starke Kulturregion werden können. So werden mehr Touristen angezogen nach Kreativ-Ruppin, was auch die Hotelerie und Gastronomie stärkt.

Christiane Doll: Das Interesse an besonderen Urlaubsformen wie Wellness-, Fitness- und Gesundheitsurlaub hat stark zugenommen. Experten prognostizieren für dieses Marktsegment hohe Zuwachsraten. Dieses Wachstumspotential sollten wir nutzen und Investoren für diesen Bereich suchen und für unsere Anliegen gewinnen. Wellness- und Erholungsangebote bilden eine gute Verbindung zwischen den Standbeinen Gesundheitsversorgung und Tourismus. Unser größtes Kapital ist unsere wunderschöne Landschaft und unser sehenswertes Stadtbild, verbunden mit abwechslungsreichen Kulturangeboten in der Stadt und im Umkreis. Mehr Touristen bedeuten auch für den lokalen Einzelhandel mehr Umsätze. Der Handel profitiert nicht nur von Übernachtungsgästen, sondern auch von Tagesgästen. Deshalb muss die Bewerbung der Tagesgäste, in Verbindung mit den Kooperationspartnern in der Region, intensiviert werden. Ziel ist, den Status „Staatlich anerkannter Erholungsort“ für unsere Fontanestadt zu erlangen.

Ronny Kretschmer: Tourismus ist einer der wesentlichen Wirtschaftszweige für Neuruppin und seine Ortsteile. Das Ruppiner Land ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen im Land Brandenburg. Doch wenn man sich die Situation allein in Neuruppin ansieht, hat zum Beispiel der Erfolg des Resort Mark Brandenburg sehr wenig mit der Unterstützung durch die Stadt und den amtierenden Bürgermeister zu tun. Es gibt keine Zusammenarbeit mehr im Bereich der Werbung für die Region. Das muss sich ganz schnell ändern, denn Neuruppin verschenkt Potenzial. Es gilt, in enger Kooperation mit allen Leistungsträgern zu arbeiten und die Kräfte und Mittel zu bündeln, wie es viele Jahre zuvor praktiziert wurde. Gerade der Gesundheitstourismus bietet für Neuruppin große Entwicklungschancen. Dazu ist es erforderlich, gemeinsam die Brache im Seetorviertel zu entwickeln und diesen „Schandfleck“ an dieser exponierten Stelle direkt neben dem Resort Mark Brandenburg zu beseitigen. Schluss mit dem jahrelangen Streit. Das Resort muss unbedingt in die Entwicklung des Gesundheitsstandortes Neuruppin einbezogen werden.

Die Fontanequelle ist die einzig zertifizierte Heilquelle im Land Brandenburg, die Ruppiner Kliniken GmbH und das Ärztenetzwerk „Medifair OPR“ haben das medizinische Know-how, das Seehotel hat die Bettenkapazität – nutzen wir dieses Potential doch endlich wieder gemeinsam. Nur so kann der Weg zu einer Kurstadt konsequent beschritten werden. Darüber hinaus muss die touristische Infrastruktur, z.B. die Radwege weiter ausgebaut bzw. kontinuierlich gepflegt werden. (cas)

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