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Neuruppin Autobahn freigegeben – aber nur für Tempo 40
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Autobahn freigegeben – aber nur für Tempo 40
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17:46 09.10.2018
Brennender LKW auf der A 24 zwischen Neuruppin und Herzsprung, Feuerwehren aus Walsleben, Wittstock, Neuruppin löschten die ganze Nacht. Quelle: NonstopNews
Neuruppin

Ein brennender Lastwagen hat seit Montagabend den Verkehr auf der Autobahn 24 zwischen Herzsprung und Neuruppin lahm gelegt. Bei dem 40 Tonner, der mit 20 Tonnen Lebensmitteln für einen Supermarkt beladen war, platzte gegen 22.30 Uhr ein Reifen. Der Fahrer lenkte seinen Zug an den rechten Fahrbahnrand. Dort geriet der gesamte Laster in Flammen. Der Fahrer konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen.

Lichterloh stand ein 40-Tonner, beladen mit 20 Tonnen Lebensmitteln, am Montag auf der A 24 in Flammen. Die Feuerwehren aus Walsleben, Neuruppin und Wittstock löschten fast die ganze Nacht – von 22.45 Uhr bis nach 6 Uhr morgens. Die Autobahn war bis in den Dienstag nachmittag gesperrt.

Die Feuerwehren von Walsleben, Wittstock und Neuruppin waren mit zehn Löschfahrzeugen nahezu die ganze Nacht im Einsatz, ehe kurz nach 6 Uhr am Dienstagmorgen der Brand gelöscht war. Der Laster war komplett ausgebrannt, der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 450 000 Euro.

Der ausgebrannte Laster wird abgeschleppt Quelle: Peter Geisler

Die Polizei sperrte die Autobahn in Richtung Berlin, um die Löscharbeiten überhaupt erst zu ermöglichen. „Die Polizei hat gut reagiert“, sagte Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald der MAZ. „Wir mussten entgegengesetzt zur Fahrtrichtung anfahren. Der Stau vor dem brennenden Laster war zu lang, da wären mir mit unseren Fahrzeugen nicht durchgekommen.“

Die Löscharbeiten selbst waren ebenfalls eine Herausforderung. Im Pendelverkehr fuhren die Tanklöschwagen zwischen dem Brandort und der Raststätte Walsleben hin und her, um die Brandbekämpfer vor Ort mit ausreichend Löschwasser zu versorgen. Und das war noch nicht alles, wie Hohenwald berichtet. „Die Schwachstelle war der Wald direkt neben der Autobahn. Das Feuer wollte über die Rasenflächen auf den Wald übergreifen. Das haben die Einsatzkräfte aber verhindern können.“

Für die Autofahrer bedeutete der Brand erhebliche Verzögerungen. Hinter dem brennenden Laster kam der Verkehr zwangsläufig zum Erliegen. „Und dann bildete sich in der Gegenrichtung der berühmte Gafferstau“, berichteten Einsatzkräfte.

Die Staus waren kilometerlang. Quelle: Peter Geisler

Die Polizei musste dann die Autobahn in Richtung Berlin sowie die eine Spur in Richtung Hamburg komplett sperren, und zwar nicht nur für die Löscharbeiten. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Herzsprung von der A 24 abgeleitet.

Viele Verkehrsteilnehmer umgingen die Unfallstelle, indem sie über Kyritz und die Bundesstraßen 5 und 167 nach Neuruppin fuhren. Dies führt wiederum zu massiven Stauerscheinungen auf der B 167. So ging es dort am Morgen zwischen dem Abzweig Gottberg und der A 24 nur im Schritttempo vorwärts.

Aufräumarbeiten an der Brandstelle. Dort wurde auch der Fahrbahnbelag schwer beschädigt. Quelle: Peter Geisler

„Die Stahlgleitwand, die die beiden Richtungsfahrbahnen vonein­ander trennt, musste in der Nacht getrennt werden“, so Polizeisprecherin Dörte Röhrs, „Die Autobahn kann erst wieder freigegeben werden, wenn diese Schutzplanke repariert ist.“ Zuvor müssten jedoch der Sattelzug und Anhänger geborgen werden.

Damit war die Autobahnmeisterei Wittstock aber schon gegen Mittag fertig, wie Autobahnmeister Uwe Conrad der MAZ auf Nachfrage mitteilte. Wegen der Bergungsarbeiten konnte die Autobahn aber erst nach 17 Uhr freigegeben werden – und dann auch nur für maximal Tempo 40. Grund: Der Asphalt ist durch das Feuer beschädigt worden. Am Mittwoch soll entschieden werden, ob man an dieser Stelle gefahrlos auch etwas schneller fahren kann.

Von Kathrin Gottwald und Axel Knopf

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