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Neuruppin Die Kultur auf dem Land stärken
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16:14 14.10.2018
Im Museum ließen sich Melanie Bernstein (l.), Elisabeth Motschmann (M.) und der Neuruppiner Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (2. v.r.) erklären, was 2019 geplant ist. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

So viel Geld wie 2019 hatte Neuruppin für seine Kultur noch nie zur Verfügung, Bund, Land und Sponsoren stellen zusammen rund zwei Millionen Euro für die Veranstaltungen zum 200. Geburtstag des großen märkischen Dichters Theodor Fontane im kommenden Jahr zur Verfügung. Mit etwas Glück kann Neuruppin jetzt sogar noch mit weiteren Zuschüssen rechnen – vor allem für die Zeit nach 2019.

Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Kultur in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Motschmann und ihre Stellvertreterin Melanie Bernstein waren gestern in Neuruppin, um sich ein Bild von den Vorbereitungen für das Fontanejahr 2019 zu machen. Und auch, um zu schauen, wie der Bund Neuruppin dabei weiter unterstützen könnte.

Nicht immer nur an Berlin denken

Dass sich der Bund stärker für die Kultur vor allem im ländlichen Raum kümmern soll, haben CDU, CSU und SPD im vergangenen Jahr in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. „Wir müssen den Reichtum, den wir in den Regionen haben, stärken“, sagt Elisabeth Motschmann. Sie wolle verhindern, dass sich Deutschland entwickelt wie etwa Frankreich, wo sich kulturell fast alles auf Paris konzentriere. Motschmann: „Auch wir müssen her aufpassen, dass es nicht immer nur heißt: Hauptstadt, Hauptstadt, Hauptstadt.“

Mehr als 60 Veranstaltungen stehen inzwischen auf dem Programm für das Fontanefestjahr 2019 in Neuruppin, so Bürgermeister Jens-Peter Golde. Neuruppin erwartet Zehntausende Besucher aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Die Stadt sei sehr dankbar, dass der Bund das so großzügig unterstützt – etwa 700.000 Euro für die zentrale Leitausstellung.

Was bleibt nach 2019 vom Jubiläum übrig?

Elisabeth Motschmann nahm das alles mit große Interesse zur Kenntnis. Für sie zählt aber nicht nur das Jubiläum 2019. „Ich glaubt, dass es sehr wichtig ist, dass sie über dieses Jahr hinausdenken“, sagte sie bei einem Rundgang durchs Museum.

Genau dabei käme weitere Hilfe aus Berlin sehr gelegen. Perspektivisch könnte sich die Stadt vorstellen, das Geburtshaus von Fontane in der Karl-Marx-Straße zu übernehmen, falls sich die Eigentümer später einmal davon trennen wollten. Gespräche dazu gibt es bereits, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde.

Kulturausschuss berät im Herbst

Vielleicht könnte der Bund ja beim Fontanehaus behilflich sein? Eine Idee, die Elisabeth Motschmann spannend fand. Gerade erst habe der Bund schließlich die heruntergekommen Thomas-Mann-Villa bei Los Angeles gekauft und saniert, sagte sie. Und Thomas Mann und Theodor Fontane seien in ihrer Bedeutung durchaus gleichrangig.

Feste Zusagen konnte Elisabeth Motschmann als Mitglied des Kulturausschusses im Bundestag aber nicht machen. Im Herbst berät der Ausschuss aber erneut, wo weitere Zuschüsse sinnvoll sein könnten.

Von Reyk Grunow

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