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Neuruppin Ende der Hohenwald-Ära in der Fontanestadt
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00:19 15.01.2019
Zum Abschied von Carola Hohenwald trat am Freitagabend die Jugendfeuerwehr an. Quelle: Celina Aniol
Neuruppin

Tapfer müssen sie sein, die Feuerwehrleute. Das hat Carola Hohenwald mehreren Generationen von Kindern beigebracht. Und so versucht sie an diesem Freitagabend in der Neuruppiner Hauptwache, die sich anbahnenden Tränen nach allen Kräften zu unterdrücken.

Abschied der langjährigen Stadtjugendwartin

Doch die Emotionen sind stärker. Als klar wird, dass ihr offizieller Abschied als jahrzehntelange Jugendwartin der Stadt bei der Jahresdienstversammlung des ersten und zweiten Löschzugs nicht einfach mal so über die Bühne gehen wird, muss sie sich doch ein Taschentuch holen.

Extrem emotional fiel der Abschied der langjährigen Jugendwartin Carola Hohenwald in der Jahresdienstversammlung in Neuruppin aus. Doch auch sonst gab es viele besondere Momente bei dem Treffen.

Seit 1992 gibt es eine Jugendfeuerwehr an der Hauptwache – und so lange kümmert sich auch deren Initiatorin Carola Hohenwald um den Nachwuchs für die Neuruppiner Brandschützer. Seit Oktober 1998 bis Ende vergangenen Jahres war sie auch amtlich Anführerin der Abteilung, der gegenwärtig 38 Kinder und Jugendliche gehören, und habe sie stark geprägt.

Lebenslustig und einfühlsam

Sie habe dabei nicht nur für eine Eins A Ausbildung gesorgt, sondern mit ihrer Lebenslust und Einfühlsamkeit auch für gute Laune bei den vielen Hundert Mädchen und Jungen gesorgt, die zu ihren Schützlingen in den vergangenen 26 Jahren gehörten, so die Laudatoren.

Nun steht Frauenarbeit im Vordergrund

„Die Jugendfeuerwehr ist mein Ein und Alles“, sagt Carola Hohenwald, nachdem sie sich von jedem Kind noch einmal persönlich verabschiedet hat. „Danke für die tollen Jahre.“ Dass der 57-Jährigen die Loslösung nicht leichtfällt, ist klar. „Man muss aber auch mal den Jüngeren die Chance geben, sich zu beweisen“, sagt sie mit Blick zu ihrem Nachfolger Patrick Flöter, der nun Mitte Zwanzig ist und als Zehnjähriger unter ihren Fittichen bei der Feuerwehr anfing.

Mehr Zeit für Feuerwehrfrauen

Ganz aus dem Brandschutz werde sie sich aber nicht zurückziehen, kündigt sie an. Die durch den Abschied bei der Jugendfeuerwehr freigewordenen Kapazitäten will sie als gewählte Frauenbeauftragte des Kreisfeuerwehrverbandes einsetzen.

Wolfgang Hohenwald will der Einheit treu bleiben

Auch ihr Mann Wolfgang Hohenwald, will etwas kürzertreten. Der Kreisbrandmeister verkündet an diesem Abend vor vielen Dutzend Gästen, dass er ab Anfang Juni nicht mehr so oft in der Schinkelstraße anzutreffen sein wird. „Ich werde dann eine neue Arbeitsstelle in meinem Garten beziehen“, sagt er.

„Ihr seid meine Feuerwehr-Familie“

Doch der 63-Jährige, der sei 1971 bei der Feuerwehr ist, davon 38 Jahre in Neuruppin, bis 2005 Stadtbrandmeister der Fontanestadt war und immer noch Schirrmeister an der Hauptwache ist, möchte nicht ganz aufhören. Zwar geht er als hauptamtlicher Brandschützer in den Ruhestand, will aber weiter Mitglied der Einsatzleitung in Neuruppin bleiben und als ehrenamtlicher Kreisbrandmeister noch mehr auf dieser Ebene bewegen. „Die Feuerwehr ganz abhaken – das könnte ich nicht.“ Zumal nicht seine Einheit. „Denn ihr seid meine Feuerwehr-Familie.“

Von Celina Aniol

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