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Das Bollwerk ist Neuruppins beliebtester Ort

Umfrage des Museums Neuruppin Das Bollwerk ist Neuruppins beliebtester Ort

Bei der Aktion „Durch-Einander, Stadtdialog Neuruppin“ benannten Einwohner die schönsten und weniger schönen Orte der Fontanestadt in einer Umfrage des Museum Neuruppin. Nach Auswertung der Ergebnisse sollen zwischen Mai und Oktober Veranstaltungen an sechs Orten der Stadt umgesetzt werden, um diese aufzuwerten.

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Lea und Galina Güthenke (2. und 3. v. r.) führten ihr Publikum an ihre Lieblingsorte in der Fontanestadt.

Quelle: Jan Philipp Stoffers

Neuruppin. Zumindest für einen kurzen Augenblick präsentierte sich der Parzival am Ruppiner See dank strahlendem Sonnenschein in seiner silberfarbenen Pracht. „Ich war bei der Einweihung 1998 dabei“, erinnert sich Galina Güthenke. Die 47-Jährige führte am Sonnabend bei der Aktion „Durch-Einander, Stadtdialog Neuruppin“ des Museums Neuruppin an ihre Lieblingsorte in der Fontanestadt. Zahlreiche Teilnehmer waren dem Aufruf gefolgt, die ihrer Meinung nach schönsten und weniger schönen Orte der Stadt für eine Umfrage zu benennen.

Das Bollwerk liegt in der Umfrage weit vorne

Das Bollwerk lag bei den beliebtesten Stellen erneut vorn. Weniger gut schnitt etwa der Platz am Rheinsberger Tor ab. Der Ort sei zwar schön, aber dort würden sich zu häufig alkoholisierte Menschen herumtreiben, ließ ein Neuruppiner wissen. Einen Minuspunkt bekam auch die Klosterkirche. Ein anonymer Teilnehmer der Umfrage hatte dort zwar ein wunderbares Konzert erlebt, sich allerdings in der unbeheizten Kirche beinahe die Füße abgefroren.

Dieses Foto von Neuruppins Bollwerk im Frost

Dieses Foto von Neuruppins Bollwerk im Frost

Quelle: Mathias Niemann

Lange Wege und nur wenig kulturelles Angebot

Die gebürtige Ukrainerin Galina Güthenke lebt seit 1994 in Neuruppin. „Ich wollte eigentlich nach Amerika und bin auf dem Zwischenstopp hier hängen geblieben.“ Bereut hat sie ihre Entscheidung bis heute nicht. „Es gibt hier viele schöne Orte.“ Für Lea (20) ist die Fontanestadt seit rund dreieinhalb Jahren ihr Zuhause. „Ich bin durch den Umzug meiner Familie von Potsdam hierher gekommen und so vom Stadt- zum Dorfmädchen geworden“, sagt die angehende Studentin, die gerade im Bundesfreiwilligendienst für Esta Ruppin arbeitet. Sie vermisst das deutlich größere kulturelle Angebot ihrer Heimatstadt Potsdam. „Und die Wege in dieser ländlichen Region sind für jemanden ohne Auto manchmal ein Hindernis“, so die Abiturientin. „Wenn ich mein Studium angehe, werde ich wieder zurück nach Potsdam oder nach Berlin ziehen, weil sonst der Weg zur Uni einfach zu lang wird.“ Trotz der geringen Ausgehmöglichkeiten lebe sie gern in Neuruppin. „Meine Lieblingsorte sind der Braschplatz und das Bollwerk. Besonders der See ist für junge Leute im Sommer ein Anlaufpunkt“, sagt die junge Frau.

Ideen der Einwohner zur Aufwertung der Stadt sind gefragt

Der Termin am Sonnabend an der Seepromenade war die letzte Aktion dieser Art. Bis zum 27. März können alle Bewohner der Stadt an der Umfrage „Durch-Einander, Stadtdialog Neuruppin“ teilnehmen. Auf der Internetseite des Museums Neuruppin kann eine Karte der Stadt in mehreren Sprachen heruntergeladen werden.

Bei einem Workshop im April werden die Hinweise und Kritiken der Anwohner ausgewertet. Dabei soll mit den Teilnehmern besprochen werden, an welchen sechs Orten Neuruppins spezielle Veranstaltungen zwischen Mai und Oktober stattfinden könnten, um diese Plätze aufzuwerten.

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, Dorothea Leicht, hofft auf viele Ideen und freut sich über die gute Resonanz.

Mehr Informationen zu dem
Projekt gibt es im Internet unter

www.museum-neuruppin.de

Von Jan Philipp Stoffers

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