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Neuruppin Defekte Tür im Zug führt zur unfreiwilligen Weiterfahrt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Defekte Tür im Zug führt zur unfreiwilligen Weiterfahrt
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02:17 21.05.2018
Defekte Tür im Prignitz-Express führt zu einer unfreiwilligen Weiterfahrt. Quelle: Christian Schmettow
Radensleben

Verspätete oder ausgefallene Züge, zuweilen unfreundliches Personal und fehlende Durchsagen – all das kennt Arvid Salzwedel als regelmäßiger Pendler im Prignitz-Express zu Genüge. Kürzlich aber, da ist dem Mann aus Rüthnick fast der Kragen geplatzt.

Hinweiszettel liegt auf dem Boden

Er fuhr mit weiteren Pendlern aus Berlin nach Hause. Als sie in Beetz-Sommerfeld aussteigen wollten, wo ihr Auto stand, ging die Tür nicht auf. Nach einigen Versuchen entdeckten die Fahrgäste einen Zettel auf dem Boden, der auf einen Defekt hinwies. Sie hechteten zum nächsten Ausgang. Aber nur einer der fünf Fahrgäste schaffte es, auszusteigen. Den anderen wurde die Tür vor der Nase zugemacht. Sie mussten wohl oder übel bis zur nächsten Station weiterfahren.

Bahnpersonal hilft Gestrandeten nicht

Das Problem war, dass in Wustrau-Radensleben die Bahn nur alle zwei Stunden hält. Die dort Gestrandeten waren sich nicht sicher, wie lange sie auf den Zug in die Gegenrichtung, der sie wieder zu ihrem Fahrzeug bringen sollte, warten müssen. Sie fragten beim Lokführer und der Schaffnerin nach – und bekamen keine Antwort. „Es ist der Faktor Mensch, der da wieder einmal versagt hat“, kommentiert Salzwedel seine Erlebnisse. Auf Beschwerden, die er auch schon mal nach ähnlichen Vorkommnissen losgeschickt hatte, habe er „eine 0-8-15-Antwort“ bekommen.

Bahn entschuldigt sich für die Ereignisse

„Wir bedauern sehr, dass den Fahrgästen an dieser Stelle und in dieser unglücklichen Situation nicht besser geholfen werden konnte“, antwortet indes Kerrin Dartsch von der Bahn auf MAZ-Anfrage. Das Unternehmen werde den Vorfall auswerten, „damit derlei Ärgernis in Zukunft vermieden werden kann“.

Zugbetreuerin konnte wegen Weiterfahrt nicht helfen

Tatsächlich soll die Zugbetreuerin sogar zwei Zettel an die defekte Tür geklebt haben, die dann heruntergefallen sein müssen oder abgerissen wurden. Dass sie den Fahrgästen in Wustrau-Radensleben nicht wirklich helfen konnte, habe daran gelegen, dass die Türen aufgrund einer Verspätung schnell wieder geschlossen werden mussten.

Von Celina Aniol

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