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Deutschkenntnisse für den Arbeitsmarkt wichtig

Alt Ruppin Deutschkenntnisse für den Arbeitsmarkt wichtig

Experten diskutierten beim Integrationsgipfel in Alt Ruppin über die Einbindung der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt. Ein großes Problem sind dabei oft die fehlenden Deutschkenntnisse. Sie verhindern eine erfolgreiche Ausbildung.

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Für viele Lehrberufe sind gute Deutschkenntnisse unerlässlich.

Quelle: DPA

Alt Ruppin. Am Tisch sitzen Sozialarbeiter, Landtagsabgeordnete, Vertreter eines mobilen Integrationsteams, der Leiter des Jobcenters des Landkreises Ostprignitz-Ruppin und einige andere Vertreter, die sich mit der Integration von Flüchtlingen beschäftigen. Die etwa 20 Personen waren der Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Ulrike Liedtke zum zweiten Integrationsgipfel nach Alt Ruppin gefolgt.

Bereits ein erstes Treffen

Standen beim ersten Gipfel der Deutschunterricht, Betreuungsangebote und die medizinische Versorgung im Vordergrund, verfolgte Liedtke am Donnerstagnachmittag nur ein Ziel: „das Fachwissen aller nutzen, um unsere Kräfte zu bündeln“, damit Flüchtlinge gut in den Arbeitsmarkt integriert werden. Vor dem Austausch der Referenten resümierte Liedtke die Arbeit des vergangenen Jahres. Die Gesundheitskarte für die Geflüchteten ist noch nicht da, jedoch sei der Deutschunterricht gut angelaufen. Oksana Kalsow von der Akademie Seehof, einer Fort- und Weiterbildungseinrichtung für verschiedene Berufsbereiche, merkte dagegen an, dass es zurzeit an Lehrern fehle.

Auch waren die Experten der Meinung, dass die Flüchtlinge ihre – wenn zum Teil auch schlechten – Sprachkenntnisse nicht genug im Alltag anwenden, eine Verbesserung bleibt folglich aus. Dies bremse eine kontinuierliche Berufsausbildung. Die fehlenden Sprachkenntnisse sind oft ein Grund dafür, dass Lehren verhältnismäßig schnell abgebrochen werden.

Konzept der „Ausbildung“ unbekannt

Jedoch, so Anja Schilling von der Bundesagentur für Arbeit, sei die Ausbildung als solches unbekannt für viele Flüchtlinge. Ein Studium hingegen kenne jeder, sagte Ulrike Liedtke. Um Aufgaben wie die eines Pflegers würden sich in der Heimat der Geflüchteten oft Familienangehörige kümmern, berichtete Anja Schilling. Es sei schwierig, Tätigkeiten mit einem angeblich „niedrigem Prestige“ zu vermitteln.

Um die Flüchtlinge besser oder überhaupt durch die Ausbildung zu begleiten, entstand die Idee, einen Mentoren zu installieren – ein persönlicher Begleiter, an den sich die Flüchtlinge mit all ihren Problemen und Fragen wenden können, so Anja Schilling weiter. Dennoch verhindern die fehlenden Sprachkenntnisse den meisten Flüchtlingen den Abschluss der Ausbildung – denn das Ende jeder Lehre beinhaltet auch einen theoretischen Teil, den es zu bestehen gilt, so Anja Schilling. Außerdem keimte bereits die Idee auf, eine Jugendberufsagentur zu bilden. Diese solle die Angebote von Arbeitsagentur, Jobcenter und freier Jugendhilfe enger miteinander verzahnen.

SPD-Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke

SPD-Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke

Quelle: MAZ

Liedtke sieht es als „humanitäre Aufgabe“, den Flüchtlingen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zu helfen. Ein erster Schritt sei mit dem Gipfel getan,stellte die Politikerin fest.

Von Lisa Neumann

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