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Neuruppin 13 Gründe, den Neuruppiner Martinimarkt zu besuchen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 13 Gründe, den Neuruppiner Martinimarkt zu besuchen
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00:20 08.11.2018
Über 100 Karussells, Losbuden, Stände mit Leckereien und mehr locken Besucher auf den Martinimarkt nach Neuruppin – hier die riesige Losbude Traumland. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Wer erinnert sich nicht gerne daran, wie er als Kind über den Rummel geschlendert ist: Mit leuchtenden Augen, süß-klebrige Zuckerwatte um die Schnute, das Lenkrad des Autoscooters fest umklammert und dann immer feste drauf. Manchmal saß Papa dabei und hat fast noch mehr Gas gegeben als man selbst. Oder Mama, die im Riesenrad immer so gekreischt hat.

Die beste Freundin, die hinterher ganz grün im Gesicht war, nachdem sie sich als einzige auf die Looping-Achterbahn getraut hat. Oder ein paar Jahre später der süße Typ, der im Kettenkarussell mit dir Händchen gehalten hat und dir später am Schießstand eine Rose geschossen hat. Rummel ist laut, bunt, glitzernd – er erregt die Sinne und lässt das Adrenalin schießen. Wer ihn einmal liebt, liebt ihn immer.

In Neuruppin findet derzeit der beliebte Martinimarkt statt –zum 363. Mal. Die größte Kirmes zwischen Ostsee und Berlin, so werben die Veranstalter. Über 100 Karussells, Losbuden, Stände mit Leckereien und mehr locken alljährlich tausende Besucher auf den Markt.

In Neuruppin findet derzeit der beliebte Martinimarkt statt –zum 363. Mal. Die größte Kirmes zwischen Ostsee und Berlin, so werben die Veranstalter. Über 100 Karussells, Losbuden, Stände mit Leckereien und mehr locken alljährlich tausende Besucher auf den Markt. Immer wieder wird Neues geboten – aber auch alte Bekannte sind immer wieder vor Ort. Warum man sich das nicht entgehen lassen sollte? Das muss jeder selbst herausfinden. Aber ein paar Argumente, die für sich sprechen, haben wir hier zusammengestellt.

1. Der Super Truck

Der Super Truck ist seit Jahr und Tag der ultimative Fahrspaß für die Allerkleinsten. „Hey, ich kann auch schon Auto fahren“, sagen die konzentrierten Blick der Youngsters, die hinter dem Lenkrad ernsthaft versuchen, die Kurven ordentlich auszufahren. Am Rande stehen die verzückten Eltern und schießen Fotos. Die Autos sind so bunt und unterschiedlich, dass jedes Kind seinen Liebling findet. Der Hit ist immer eine Fahrt mit der Feuerwehr.

Am liebsten in der Feuerwehr: Super Truck auf dem Martinimarkt Neuruppin Quelle: Peter Geisler

2. Der Breakdancer

Das Breakdance ist ein Klassiker und gerade bei Jugendlichen seit jeher beliebt. Hier wird geflirtet und geschäkert, was das Zeug hält. Ungehindert kann man die Flamme in den Arm nehmen – natürlich nur, damit sie nicht aus der Kurve fliegt. Im besten Fall gilt: Hände hoch und Haare fliegen lassen. Der Spaß flimmert im Bauch wie Schmetterlinge.

Der Break Dance ist ein Klassiker auf dem Rummelplatz. Quelle: Peter Geisler

3. Der V-Maxx

Das V-Maxx ist nichts für zarte Nerven und schwache Mägen. Maximale Beschleunigungskräfte verspricht die neue Martinimarkt-Attraktion – mit einer Höhe von 55 Metern und Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometer wird man durch die Luft gewirbelt, dass man beim Aussteigen nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Gerade wegen des Thrills ist es eine Mutprobe für echte Kerle und taffe Mädels. Mit 4G in 360-Grad-Loopings durch die Luft fliegen lässt selbst Tempojunkies den Atem stocken und das Herz klopfen.

Maximale Beschleunigungskräfte verspricht das V-Maxx Quelle: Peter Geisler

4. Das Ketten-Karussell

Das gute alte Kettenkarussell wird wohl immer ein Klassiker bleiben. Schon Oma ist damit auf der Kirmes herumgewirbelt. Und wer es lieber horizontal mag, ist auf dem Riesenrad genau richtig.

5. Das Riesenrad

Für Leute, die nicht ganz so hoch hinaufwollen, gibt es das Riesenrad auch als kleinere Nostalgie-Variante. Ohne Looping, aber dreht auch schnell genug, dass man Lachblasen im Bauch verspürt.

Das Riesenrad und ein Kettenkarussell locken auf den Schulplatz. Quelle: Peter Geisler

6. Das Magic

Das Magic ist für all diejenigen gedacht, die Spaß wollen, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Die Fliehkraft hilft dabei. Danach hat man keinen flauen Magen und kann in aller Ruhe Schmalzkuchen, Glühwein, gebrannte Mandeln oder deftige Spezialitäten vernaschen, die es auf dem Markt in Hülle und Fülle in allen Geschmacksrichtungen gibt. Neu in diesem Jahr sind die russischen und polnischen Spezialitäten. Manchmal steppt dort sogar die Trachtengruppe.

Das Karussell Magic auf dem Schulplatz. Quelle: Peter Geisler

7. Die Geisterbahn

Ein paar Spinnweben fegen durchs Gesicht, eine knochige Hand bohrt sich in die Schulter und wie aus dem Nichts schießt ein blutiger Zombie aus dem Dunkel genau vor den rasenden Wagen. Das eigentliche Grauen beginnt schon, wenn der Wagen durch die erste Tür ab ins dunkle Ungewisse braust. Man weiß nie, was als nächstes kommt. Und von wo. Angst entsteht in der eigenen Fantasie, wussten schon E. T. A. Hoffmann und Edgar Allen Poe.

Gruselig wird es in der Geistervilla. Quelle: Peter Geisler

Die Geisterbahn ist ein Vergnügen der gruseligen Art und schon seit Urzeiten beliebt bei Jung und Alt. Auf dem Martinimarkt findet man mehr als nur eine – neu im Schausteller-Team ist die Geister-Villa. Über zwei Etagen lauern dort inmitten einer rasanten Berg-und Talfahrt lebende Gespenster, elektronisch animierte Mumien und echte Feuereffekte: Es darf ordentlich gekreischt werden.

8. Das „Rocket“

Wer im V-Maxx nicht genug bekam, sollte auch das Rocket ausprobieren. Doch Vorsicht: Schwindelfreiheit ist Grundbedingung, um festen Fußes wieder zu landen. Das Rocket ist eine Markt-Neuheit und glänzt mit flirrenden Lichtern. Der sogenannte „Afterburner“, ein mit Schiffschaukel und Frisbee verwandter Schaukeltyp, schleudert die Insassen in drei verschiedenen Bewegungsrichtungen mit einer Geschwindigkeit von 110 Stundenkilometern und einer Gravitationskraft von 4 G in 22 Meter Höhe – geschaukelt, geschüttelt und gerührt.

Schwindelfreiheit ist im Rocket Grundbedingung. Quelle: Peter Geisler

9. Der Playball-Flipper

Der Playball-Flipper will hoch hinaus – ruppig wird es dabei aber nie, verspricht der Betreiber. Auf einer großen, drehenden Scheibe drehen sich zwölf Gondeln um ihre eigene Achse. Für den besonderen Reiz sorgt aber erst die Neigung der Scheibe auf bis über 45 Grad, am höchsten Punkt kann man, so man nicht verzückt die Augen schließt, aus 14 Meter Höhe über den Markt schauen.

Das Play Ball erinnert an einen großen Flipper. Quelle: Peter Geisler

10. Der Autoscooter

Der Autoscooter ist beliebt bei Jung und Alt. Einmal ordentlich Gas geben und drauflos preschen und ordentlich den Nachbarn anrempeln. Bestenfalls liegt man quer und muss wenden. Brave Mädchen fahren mit Grazie ihre Runden, bis ihnen die frechen Rennfahrer hinten rein brettern oder vorn den Weg abschneiden. Manchmal ist es auch anders herum.

Fahrspaß im Autoscooter Hot Wheels auf dem Martinimarkt Neuruppin Quelle: Peter Geisler

11. Die „Jump Street“

Jump Street sieht braver aus, als es ist – zumindest wenn man unten steht und den spitzen Schreien lauscht. Vor allem Jugendliche schätzen den Kick, den die enormen Fliehkräfte auslösen: Der Magen fliegt quasi mit nach oben und unten.

Beim Jump Street werden die Mitfahrer ordentlich hin- und hergerüttelt. Quelle: Peter Geisler

12. Die Schönen der Nacht

Vieles könnte man noch aufzählen, warum ein Martinimarkt-Besuch unbedingt lohnt: Die Tingel-Tangel-Travestie, bei der die Schönen der Nacht in Dirndl oder Abendkleid leckere Cocktails servieren, die noch handgemacht sind, aber auch frisch gezapftes Bier oder andere kleine Sauereien kredenzen.

Büchsenwerfen kann jeder, aber lustig ist es allemal, zu versuchen, den Ball im Klo zu versenken, vor allem, wenn der Deckel sich immer wieder öffnet und schließt. Und dabei so nette Trost-Sprüche klopft wie ’Flutsch und weg’ oder ’Shit happens’.

13. Musik aus der großen „Koncertorgel“

Und wer genug vom allgegenwärtigen und von Meter zu Meter ständig wechselnden Musikmix aus Metal, Rock, Schlager und Volksmusik hat, stellt sich am besten mit einer Tüte Mutzenmandeln an die große „Koncertorgel“ und lauscht in aller Ruhe den rauschenden Klängen des prächtigen Nostalgie-Instruments, während um einen herum das Leben tobt.

Von Regine Buddeke

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