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Neuruppin Ein Mäh-Roboter für die Heide
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ein Mäh-Roboter für die Heide
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00:23 13.01.2019
So in etwa könnte der Mäh-Roboter für die Heide aussehen, den die Heinz-Sielmann-Stiftung in Auftrag gegeben hat. Quelle:  
Neuruppin

Die Chancen stehen gut, dass ein Großteil der Heidelandschaft in der Kyritz-Ruppiner Heide erhalten werden kann. Zum einen sorgt die Bundesforstverwaltung dafür, dass in jedem Jahr rund 200 Hektar abgebrannt werden, damit sich die Heide erneuern kann. Zum anderen wird im Auftrag der Heinz-Sielmann-Stiftung gerade ein Mäh-Roboter für die Heide entwickelt. Wenn alles gut läuft, können einzelne Komponenten des geplanten Mäh-Roboters vielleicht schon zum Ende des Winters getestet werden, sagte am Donnerstag Jörg Müller. Der 39-Jährige ist Pflanzenökologe und Projektmanager bei der Sielmannstiftung. Die Stiftung betreut rund 4000 der etwa 12.000 Hektar großen Heide.

Ein Zwang zum Handeln

„Wir haben ganz klar einen Zwang zum Handeln“, betonte Müller. Denn sonst würde das riesige Areal in wenigen Jahren von Birken und Kiefern überwuchert sein. Die Heidepflege sei deshalb nicht ganz einfach, weil es sich dabei vielfach um sehr alte und trockene Büsche handele, die Platz für neue machen müssten. Zudem müsste auch das sogenannten Moosfilz entfernt werden, damit sich der Boden erneuern kann.

Der Mäh-Roboter soll deshalb auch das Moos entfernen können. Die Firma Riemann Produktdesign aus Mecklenburg-Vorpommern tüftelt derzeit an dem Gerät. Wann es zum ersten Mal zum Einsatz in der Heide kommen wird, ist noch offen. „Unser Projekt geht über sechs Jahre“, sagte Müller. „Diese Zeit werden wir locker brauchen.“

Unzählige Daten aus der Luft

In den ersten zwei Jahren wurden jede Menge Daten aus der Luft zur Heide gesammelt – und zwar per Satellit, Kleinflugzeug, mit Drohnen sowie mit Handsonden. Anhand der Daten, die in Zusammenarbeit mit dem Geoforschungszentrum in Potsdam ausgewertet werden, soll der Zustand der Heide ermittelt werden. Klar ist: „Die Kyritz-Ruppiner Heide wächst seit fast 30 Jahren zu großen Teilen zu“, sagte Müller – nämlich seit dem Zeitpunkt, als die russische Armee 1993 von dem Truppenübungsplatz abgezogen ist, das bundesweit als Bombodrom bekannt wurde.

Müller glaubt, dass jedes Jahr mehr als 200 Hektar Heide gebrannt – oder wie der Fachmann sagt: geflämmt – werden müsste. „Sonst schaffen wir es nicht, in 20 Jahren die gesamte Heidefläche einmal zu bearbeiten.“

Entrup: Wir müssen Maß halten

Das sei aber auch gar nicht geplant, sagte Rainer Entrup von der Bundesforst. Diese kümmert sich im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) um die Kyritz-Ruppiner Heide. Ziel sei es, etwa 4000 Hektar Heidefläche zu erhalten, so Entrup. Das sei möglich, wenn pro Jahr rund 200 Hektar geflämmt werden. „Wir müssen Maß halten“, sagte Entrup – schon allein deshalb, weil das Abbrennen der jeweiligen Fläche nicht nur im Jahr davor vorbereitet werden müsse. Zudem hänge das Flämmen auch stets von der Wetterlage Ende Februar, Anfang März ab.

Am günstigsten für die Arbeiten sind knackiger Frost und ein leichter Wind. Doch diese Verhältnisse gab es in den vergangenen Jahren kaum. Maximal eine Woche blieb bisher jeweils zum Flämmen, sagte Entrup. Denn dieses muss natürlich auch stets mit der Naturschutzbehörde abgestimmt sein, da durch das Flämmen keine Bodenbrüter gefährdet und vertrieben werden sollen.

Von Andreas Vogel

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