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Neuruppin Ein Übungsturm für Neuruppins Feuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ein Übungsturm für Neuruppins Feuerwehr
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01:15 14.09.2018
Neuruppins Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick vor dem Feuerwehr-Übungsturm in Neuruppin-Treskow Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Die Feuerwehrleute aus der Kreisstadt müssen ab Oktober nicht mehr nach Kyritz fahren, um den Umgang mit Leitern und Sicherungstechnik sowie das Abseilen von Gebäuden, die in Flammen stehen, üben zu können: Ende Oktober soll der neue Übungsturm fertig sein, der in den vergangenen Wochen an der Wache Süd-West in Neuruppin-Treskow entstanden ist.

Eine ungewöhnliche Aufgabe

„Das war für uns eine recht ungewöhnliche Aufgabe“, sagte am Dienstag Neuruppins Baudezernent Arne Krohn, als sich ein Rathausteam gemeinsam mit Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick den zwölf Meter hohen Turm anschaute. „Einige haben wohl gedacht, dass wir dort ein Hochhaus bauen wollen“, so Krohn.

Stattdessen wurde auf der Wiese hinter der Wache Süd-West ein eher ungewöhnlicher dreigeschossiger Stahlbetonbau ohne Fenster und nur mit einigen Öffnungen errichtet. An diesem Bau sollen die Feuerwehrleute üben können, wo und wie sie im Brandfall ihre Rettungsleiter anstellen und auf welche Weise sie Bewohner des Hauses und auch sich selbst vor den Flammen retten können. Bisher sind solche Übungen lediglich am Turm möglich, der in der feuerwehrtechnischen Zentrale in Kyritz steht.

Ein Übungsturm reicht nicht

„Jeder Feuerwehrmann sollte so einen Einsatz einmal im Jahr üben“, sagte Jachnick. Doch sei das bisher aus Kapazitätsgründen maximal für 30 der 230 Neuruppiner Feuerwehrleute möglich gewesen. Denn erschwerend zur Hin- und Rückfahrt nach Kyritz sei dazu gekommen, dass sich Anwohner über den Lärm beschwert hatten, den die Feuerwehrleute bei ihren Übungen machten, so Jachnick.

Das kann bei dem neuen Turm nicht passieren: Er steht in einem Gewerbegebiet, in der Nähe befinden sich lediglich das Technische Hilfswerk (THW) und die Wache Süd-West. „Es gibt zwei glatte Außenwände zum Klettern sowie verschiedene Geschosshöhen zum Üben“, sagte Ralph Nyga von der Baufirma.

Kosten von 168 000 Euro

„Die Sicherheit wird groß geschrieben“, betonte Neuruppins Stadtbrandmeister. Auch deshalb wird noch eine Fallschutzmatte angeschafft. Die Gesamtkosten für den Übungsturm bezifferte Bürgermeister Jens-Peter Golde mit 168.000 Euro. Das sind zwar fast 20.000 Euro mehr, als zunächst gedacht. Doch liegen die Kosten durch das erneute Ausschreiben der Arbeiten auch 20.000 Euro niedriger als zuletzt befürchtet.

Erfreut war am Dienstag ebenfalls Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald. „Der Turm in Kyritz reicht seit Jahren nicht.“ Deshalb sei es zu begrüßen, dass Neuruppin die Initiative zum Bau eines zweiten Übungsturmes ergriffen habe.

Die Turm-Idee stammt schon von 2008

Dieser soll auch von Feuerwehrleuten aus umliegenden Wehren zum Üben genutzt werden können. „Wir machen schon jetzt viel mit der Neuruppiner Feuerwehr zusammen“, sagte Cornelius Voyé, der Gemeindebrandmeister von Fehrbellin. Durch den Übungsturm werde man sicher künftig noch enger zusammenarbeiten.

Die Idee für den Turm ist schon zehn Jahre alt. Der damalige Chef der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft NWG Werner Tolsdorf hatte auch schon begonnen, Spendengeld zu sammeln. Die dabei eingenommenen Spenden in Höhe von 6700 Euro sind jetzt in die Finanzierung des Übungsturmes eingeflossen.

Von Andreas Vogel

Bisher werden jährlich weniger als ein Viertel der 230 Feuerwehrleute aus Neuruppin im Umgang mit Rettungsleitern geschult. Ein neuer Übungsturm im Gewerbegebiet Treskow soll das ändern. Den Anfang nahm eine Spendenaktion.

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