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Neuruppin Eine 600 Meter lange Wimpelkette fürs Stadtfest
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18:33 17.05.2013
FREYENSTEIN

Diese wird zum Stadtfest in zwei Wochen im Zickzack über die Straße gehängt.

Christa Ziegenbein hat die Oberaufsicht über alles Künstlerische, das in Freyenstein zum Stadtfest gezeigt werden soll. In ihr „Ressort“ fiel auch die Herstellung der Plaketten. Neben den Wimpelketten hat sie sich auch um das Aufhübschen einiger Fenster in der Marktstraße gekümmert – dort wo der große Umzug entlangführen wird.

Um die Wimpel kümmern sich die Handarbeitsfrauen, die zweimal im Jahr bei Gisela Thonack einen Kurs absolvieren. Die Wittstockerin kommt dazu extra nach Freyenstein – bei der großen Zahl von Teilnehmerinnen lohnt sich die Anfahrt.

Christa Ziegenbein, deren handarbeitliche Fähigkeiten sich ja eigentlich aufs Stricken beschränkten, stieß im Januar 2012 zu der Gruppe, die aber auch in der kursfreien Zeit nicht aufs gemeinsame Sticken verzichtet. Und als vom „Vorbereitungskomitee Stadtfest“ die Anfrage kam, ob die Handarbeitsfrauen nicht vielleicht eine Wimpelkette anfertigen könnten, war erstens die Bereitschaft von allen sofort da und zweitens wurde Christa Ziegenbein der Hut in dieser Angelegenheit aufgesetzt.

„Es gab einen Spendenaufruf und wir bekamen einen Riesen-Stoffberg“, erzählt sie. Ausgediente Gardinen wurden geliefert, jede Menge alte und nicht mehr gemochte Bettwäsche, ausgediente Tischdecken einfarbig und bunt, Stoffballen, die aus OTB-Zeiten irgendwie noch übrig waren. Außerdem gab es Stoffe, die irgendwann mal angeschafft wurden, um daraus ein Kleidungsstück zu nähen, die aber nie verarbeitet worden sind, also Futterstoffe.

Einige Gardinen wurden dafür verwendet, die Fenster von leerstehenden Häusern etwas bewohnter aussehen zu lassen. Aber die meisten Stoffe wurden zerschnitten, um daraus die Wimpelkette herzustellen.

Eigentlich, so der Plan, sollten die Stoffe an eine dicke Plastikschnur getackert werden – pro laufender Meter etwa fünf Wimpel. Bei 600 Metern wurden also rund 3000 Stoffdreiecke benötigt. „Die haben wir locker zusammen“, sagte Christa Ziegenbein angesichts der Wimpel, die die Handarbeitsfrauen in den letzten Wochen zugeschnitten haben. Indes die Sache mit dem Tacker funktionierte nicht wie geplant. Die Schnur war viel zu glatt, der Stoff zum Teil zu dünn oder zu rutschig.

Jedenfalls musste nach dieser Erkenntnis kurzfristig umdisponiert werden. Und so nahmen all jene Frauen, die zu Hause eine gut gangbare Nähmaschine mit Zickzackfunktion haben und nähten Wimpel für Wimpel an der Strippe fest: einen bunt, den nächsten einfarbig, dann wieder gemustert und einfarbig. Und alle paar Wimpel musste mit Zickzackstich die Schnur übernäht werden, damit die Wimpel auch nicht verrutschen, wenn sie zum Stadtfest im Wind flattern.

Während nun also die Wimpel kurz vor ihrer Fertigstellung stehen, ist ein anderes Projekt im Zusammenhang mit dem Stadtfest schon abgeschlossen. Und wer durch Freyenstein fährt, hat möglicherweise schon die Veränderung an einigen Häusern bemerkt. Die „Fassadengruppe“ hat sich seit September vergangenen Jahres überlegt, wie die unbewohnten Häuser, von denen es im Städtchen leider viel zu viele gibt, ein bisschen schöner gestaltet werden könnten. Der „Schlachtplan“ sah vor, mit den Bildern, die nun in den Fenstern angebracht wurden, ein bisschen auch an die Geschichte der Gebäude zu erinnern. Christa Ziegenbein fertigte Entwürfe an und dann schritt man zur Tat: Dort, wo einst ein Fischladen war, „schwimmen“ nun Fische in einem Aquarium herum. Ins Fenster eines ehemaligen Lebensmittelladens kam ein Bild mit Regalen und mit Lebensmitteln darauf. Für die nicht so ansehnliche Bushaltestelle wurden zwei Schüler angeheuert, die sich mit Graffiti dort austoben können und denen dabei freie Hand gelassen wurde.

Auch wenn mit diesen Verschönerungsmaßnahmen die Substanz der alten Häuser nicht unbedingt verbessert wird, so bieten diese beim Stadtfest jedenfalls nicht mehr so einen derart traurigen Anblick wie bislang. (Von Uta Köhn)

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