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Einer von 67

Dieter Eipel aus Lindow ist Ehrenamtler des Monats Einer von 67

Bei neun ehrenamtlichen Funktionen hat Albrecht Gerber, Chef der Staatskanzlei in Potsdam, aufgehört zu zählen. Fest steht: Es ist eine ganze Menge, was Dieter Eipel aus Lindow alles ehrenamtlich leistet – vielleicht mehr, als man auf den ersten Blick wahrnimmt.

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Dieter Eipel (links) strahlt: Der Chef der brandenburgischen Staatskanzlei, Albrecht Gerber, ernennt ihn zum Ehrenamtler des Monats.

Quelle: Christian Kranz

Lindow. Deshalb ehrte Staatssekretär Gerber, Jahrgang 67, gestern den 67-jährigen Dieter Eipel als 67. Ehrenamtler des Monats. Die Landesregierung vergibt diese Auszeichnung seit September 2007.

Dieter Eipel hat von seiner bevorstehenden Ehrung selbst erst aus der MAZ erfahren. Wer ihn vorgeschlagen hat, bleibt ein Geheimnis. Anmerken lässt sich der manchmal etwas raubeinige Lokalpolitiker das nicht so gern – aber er ist gerührt, als er gestern in Lindow die Urkunde und einen wertvollen Füllfederhalter in die Hand nimmt – eines von bislang 67 Exemplaren des raren Schreibgerätes mit der Gravur „Engagiert für Brandenburg“.

16 Jahre lang war er Lindower Bürgermeister, CDU-Fraktionschef im Kreistag, Vorsitzender des Lindower Partnerschaftsvereins, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, Gründer des Kinderklubs am Bahnhof, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Regionalen Beschäftigungsgesellschaft Rabs, Gründungsmitglied des Segelclubs, Erbauer der Kegelbahn, und, und, und. Dieter Eipel hat in all den Jahren und Funktionen selten ein Blatt vor den Mund genommen – viele mögen ihn dafür.
Zur Feierstunde im Standesamt – dem feierlichsten Raum des neuen Lindower Bürgerzentrums – kamen der Lindower Bürgermeister, Stadtverordnete und Vertreter aus Keller, Herzberg und Rüthnick. Dörte Hering aus Herzberg testete als erste Rollstuhlfahrerin den neuen Treppenlift der alten Schule, Amtsdirektor Danilo Lieske humpelte auf Krücken heran – er war auf seiner Terrasse mit dem Fuß umgeknickt.

Der Sozialdemokrat Lieske versuchte sodann auch gleich, dem eingefleischten Christdemokraten Dieter Eipel scherzhaft ein weiteres Ehrenamt anzudienen: „Dieter, jetzt kannst Du ehrenamtlich mal ’ne gute Tat tun und ’nen Sozen stützen.“ Dieter, der Herzensgute? Das ging dem Geehrten dann doch zu weit. Danilo Lieske musste mit seinen Krücken vorlieb nehmen, lobte Dieter Eipel aber trotzdem: „Du hast 16 Jahre ganz viel für diese Stadt getan. Das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Wir sind auf solche Ehrenamtler angewiesen.

Der Staatssekretär Albrecht Gerber zitierte einen anderen Geehrten: „Du musst die Welt nehmen, wie sie ist – aber du darfst sie nicht so lassen.“ Die Landesregierung zeichnet Dieter Eipel vor allem für seine Arbeit im Kinderklub und für die Partnerschaft mit Gemeinden in Frankreich, Polen, Tschechien und Ungarn aus.

In seiner Dankesrede wünschte sich Dieter Eipel dafür etwas mehr Unterstützung vom Land – statt zu fordern, die Kreisumlage zu erhöhen, könnte das Ministerium den Vereinen doch auch mal eine Tür öffnen. Er habe es inzwischen aufgegeben, herauszufinden, welches Ministerium und welches Amt für Europaangelegenheiten oder Hilfstransporte wie den der vergangenen Woche nach Ungarn zuständig ist.

Beim anschließenden Sektempfang konnten Margot Bähnisch von der Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement und der Staatssekretär dem Vereinsvorsitzenden dann tatsächlich helfen und Tipps geben, an welches Referat Dieter Eipel sich wenden kann, um Unterstützung zu bekommen. Auch der Hilfstransport nach Ungarn wäre nämlich förderfähig gewesen – wenn der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins nur an der richtigen Stelle hätte fragen können. Von diesen Tipps wird das Ehrenamt in Lindow nun künftig noch mehr profitieren.

Von Christian Kranz

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