Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Ermittlungen gegen einstige KZ-Aufseherinnen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ermittlungen gegen einstige KZ-Aufseherinnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 29.01.2019
Mahnmal an der Gedenkstätte Ravensbrück. Quelle:  
Neuruppin

Bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin laufen derzeit Ermittlungen wegen möglicher Beihilfe zum Mord gegen vier Frauen, die zwischen 1943 und 1945 im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück als Aufseherinnen gearbeitet haben sollen. „Wir müssen sehen, ob die Frauen noch vernehmungsfähig sind“, sagte am Dienstag Staatsanwältin Annika Behrend. Denn die vier Frauen, die nicht in Brandenburg leben, seien inzwischen weit über 90 Jahre.

Etwa 28.000 Häftlinge kamen in Ravensbrück um

Die Neuruppiner Staatsanwaltschaft ist deshalb für die Ermittlungen zuständig, weil sich das einstige Frauen-KZ in Ravensbrück im heutigen Landkreis Oberhavel und damit im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft befindet. Historiker gehen davon aus, dass in Ravensbrück etwa 28.000 Häftlinge ums Leben gekommen sind.

Der Bundesgerichtshof hatte 2016 die Verurteilung des einstigen SS-Mannes und Buchhalters des KZ in Auschwitz, Oskar Gröning, wegen Beihilfe zum Mord bestätigt. Seitdem waren in der zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) alle Akten nach noch lebenden Wachleuten und Aufsehern von Konzentrationslagern durchforstet worden. Denn laut dem Bundesgerichtshof muss eine unmittelbare Beteiligung an Tötungen nicht mehr nachgewiesen werden.

Es waren ursprünglich acht Verfahren

Die Neuruppiner Staatsanwaltschaft hatte insgesamt acht Verfahren zu möglichen KZ-Aufsehern in Ravensbrück übernommen. Dabei handelte es sich um sieben Frauen und einen Mann. Drei der Frauen sind inzwischen gestorben, das Verfahren gegen den Mann wurde vorläufig eingestellt, weil der Senior als nicht mehr vernehmungsfähig eingestuft wurde.

Von Andreas Vogel

Neuruppin Schnellrestaurant in Neuruppin - Nach Überfall noch keine heiße Spur

Auch gut eine Woche nach dem nächtlichen Überfall auf eine McDonalds-Filiale in Neuruppin hat die Polizei noch keine heiße Spur. Die Ermittler hoffen weiterhin auf Hinweise von Zeugen.

01.02.2019

Draußen ist es kalt, von innen soll gewärmt werden – mit Rum, Whisky oder Likör. Was trinken die Ruppiner gerne? Fachhändler antworten und verraten, was eine richtige Männergrippe ist, und dass der Klosterlikör gut läuft.

29.01.2019

Das Neuruppiner Krankenhaus hat seine Notfallbetten auf 20 aufgestockt und wartet auf Verhandlungen mit den Krankenkassen. Grund ist das neue Notfallstufenkonzept des Bundes.

31.01.2019