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Neuruppin Bürgerhaushalt: Neuruppiner für mehr Sport
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15:43 28.09.2018
Unmittelbar nach Ende der Abstimmung wurden die Stimmen am Freitag im Ratsaal ausgezählt. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Die Neuruppiner mögen es offensichtlich sportlich. Ein Großteil des Geldes im ersten Bürgerhaushalt der Fontanestadt soll 2019 in zwei Sportprojekte fließen. So haben es die Bürger entschieden.

Anfang des Jahres hatten die Stadtverordneten festgelegt, dass vom, kommenden Jahr an die Bürger selbst über einen kleinen Teil des Stadthaushaltes entscheiden sollen. Andere Städte haben solche Bürgerhaushalte schon länger, Neuruppin schließt sich jetzt an.

Maximal 25.000 Euro pro Projekt

2019 stehen dafür zunächst 50.000 zur Verfügung, ab 2020 sollen es jeweils 100.000 Euro sein. Jeder konnte Vorschläge machen, wofür dieses Geld ausgegeben werden soll. Ein einzelnes Projekt darf dabei nicht mehr als die Hälfte des gesamten Budgets kosten, 2019 also nicht mehr als 25.000 Euro.

Zwölf Vorhaben haben es in die Abstimmung geschafft. Bis gestern konnte jeder im Rathaus seine Stimme für eines der Projekte abgeben. Die meisten Stimmen bekam der Vorschlag, Sportgeräten für Erwachsenen aufzubauen, einen Feeletics- oder Calisthenics-Platz. Rund 25.000 Euro soll das kosten. Platz zwei belegte die Idee, an der Badestelle der Evangelischen Schule an der Regattastraße in Neuruppin für 14.000 Euro einen sicheren Schwimmerbereich zu errichten.

Der Bürgermeister reagiert enttäuscht

Mehrere Vorhaben fielen am Ende durch, weil das restliche Geld für ihre Umsetzung nicht mehr reicht. 1000 Euro soll aber der Verschönerungsverein als Zuschuss zur Pflege des Kreisels an der Straße des Friedens bekommen, 1500 Euro wird die Stadt für zwei Sitzbänke am Radweg nach Nietwerder bereitstellen, 7000 Euro für zwei Tütenspender für Hundekot im Stadtgebiet. Alle anderen Vorschläge, die auf der Liste standen, können 2019 kein Geld bekommen. Jedoch steht jedem frei, seine Idee erneut vorzuschlagen.

Insgesamt war das Interesse am ersten Bürgerhaushalt ernüchternd. 236 Neuruppiner hatten sich an der Abstimmung beteiligt – 27.858 hätten es gekonnt. „Ich hatte mit deutlich mehr Stimmen gerechnet“, räumte Bürgermeister Jens-Peter Golde etwas enttäuscht ein.

Von Reyk Grunow

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