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Fontane-Projekt für Herzpatienten

Fontane-Projekt für Herzpatienten

Hausärzte und der Kardiologische Facharzt Wolfgang Stiller aus Wittstock beteiligen sich am Fontane-Projekt für Herzpatienten. 1000 Patienten in Brandenburg und 500 Berliner nehmen nun in Runde zwei an der Studie teil.

WITTSTOCK. . Damit soll herausgefunden werden, ob sich mit computergesteuerter Telemedizin die Herzinsuffizienzversorgung auf dem Land so aufrechterhalten lässt wie in Großstädten.

Studienleiter Professor Friedrich Köhler vom Charité Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin hatte Hausärzte und Kardiologen zur Teilnahme aufgerufen. 32 kardiologische Fachärzte und etwa 120 Fachärzte nehmen laut Wolfgang Stiller teil. „Am 17. Mai befasst sich die Ethikkommission des Landes Brandenburg damit“, sagt der Wittstocker Mediziner. Wenn die Kommissionsmitglieder keine Einwände haben, kann die zweite Projektrunde starten. Professor Köhler bietet demnächst Informationsrunden für teilnehmende Mediziner an.

Ein Jahr lang werden Menschen beobachtet, die wegen einer Herzschwäche innerhalb der vergangenen zwölf Monate im Krankenhaus behandelt wurden.

Die eine Hälfte der Patienten wird mit Telemedizingeräten ausgestattet und überträgt ermittelte Blut- oder EKG-Werte an ein Telemedizinzentrum. Dort sitzen erfahrene Ärzte und veranlassen weitere Schritte. Das könnte die Wahl der Notrufnummer 112 sein, um den Betroffenen sofort per Rettungswagen in ein Krankenhaus bringen zu lassen. Oder der Patient bekommt den Rat, sich beim Hausarzt zu melden.

Die andere Hälfte der Patienten, die an der Studie teilnehmen, soll ohne Telemedizintechnik behandelt werden. Sie bleiben traditionell bei ihren Ärzten in Behandlung wie bisher.

Am Ende des einjährigen Studienzeitraumes soll geprüft werden, welcher Aufwand nötig ist, um eine sichere Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten auf dem Lande zu gewährleisten. Wolfgang Stiller: „Ziel ist und bleibt eine optimale und effiziente medizinische Therapie.“

Die erste Runde im „Projekt Fontane für die Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg“ war bereits im Dezember 2008 im Wittstocker Rathaus und in der kardiologischen Praxis von Wolfgang Stiller gestartet worden. (Von Dirk Klauke)

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