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Neuruppin Neuruppin war ein Glücksgriff
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16:48 29.10.2018
Vanessa Brandes leitetet die Geschäftsstelle der Theodor-Fontane-Gesellschaft, Roland Berbig ist Vorsitzender des Vereins. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Irgendwo hier muss es sein. Im Erdgeschoss, oder doch in der ersten Etage? Im linken Gang oder erst neben der nächsten Ecke. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde weiß natürlich, wo sich das Büro der Theodor-Fontane-Gesellschaft verbirgt. Aber er hat Verständnis für alle, die es nicht auf Anhieb finden.

„Viele Neuruppiner wissen vielleicht, dass die Fontanegesellschaft ihre Geschäftsstelle im Alten Gymnasium hat“, sagt er. Aber wo genau? Und was macht sie dort eigentlich? So richtig kann das kaum einer der Bürger sagen.

Das soll sich ändern. Die Fontanestadt Neuruppin und die Theodor-Fontane-Gesellschaft wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Und der Verein soll dabei in der Geburtsstadt des Schriftstellers, dem er sich gewidmet hat, öffentlich mehr in Erscheinung treten.

Der Verein ist seit 1998 in Neuruppin

Gegründet Anfang der 90er Jahre hat die Fontanegesellschaft seit 1998 ihren Sitz in Neuruppin. Damals hatte die Stadt dem Verein angeboten, eine Geschäftsstelle zu finanzieren, wenn die Gesellschaft ihren Sitz aus Potsdam in den Norden Brandenburgs verlegt.

„Ich muss zugeben, dass auch ich anfangs etwas skeptisch war“, sagt der Literaturwissenschaftler Roland Berbig und es scheint ihm fast ein wenig peinlich zu sein. Berbig, Professor für Neue deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, ist seit diesem Jahr Vorsitzender der Theodor-Fontane-Gesellschaft.

Der Verein hat rund 800 Mitglieder in 20 Ländern, vor allem Wissenschaftler und Literaturkenner, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, das Leben und Werk Theodor Fontanes zu erforschen und bekannt zu machen.

Viel Lob für die Fontanestadt

Seit vielen Jahren kennt Roland Berbig Neuruppin inzwischen schon und hat die Entwicklung der Stadt genau verfolgt. Dass die Fontanegesellschaft ihre Geschäftsstelle vor 20 Jahren dorthin verlegt hat, war aus seiner Sicht ein absoluter Glücksfall. Berbig ist voll des Lobes über die Stadt: „Die Arbeit, die hier gemacht wird, ist eine gute Kulturarbeit.“

Und in die will sich die Fontanegesellschaft künftig noch mehr einbringen. Seit wenigen Wochen leitet Vanessa Brandes die Geschäftsstelle der Gesellschaft im Alten Gymnasium. Ihr Vorgänger Bernd Thiemann musste nach 27 Jahren aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gehen. Die junge Frau hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin schon mit Roland Berbig zusammengearbeitet und war zuletzt im Büro eines Bundestagsabgeordneten tätig.

Fontane-Akademie im September 2019

Kommunikation ist eine von Vanessa Brandes Hauptaufgabe – die Kommunikation zwischen den Vereinsmitgliedern überall auf der Welt und auch die zwischen der Gesellschaft und Neuruppin.

Unter anderen plant die Gesellschaft für das Fontanejahr 2019 meine große Fontane-Akademie, eine wissenschaftliche Tagung mit internationalem Publikum, die im September stattfinden soll.

Von Reyk Grunow

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