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Neuruppin Für immer jung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Für immer jung
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19:00 24.02.2013
NEURUPPIN

. Kerzenleuchter auf der Bühne sollen nostalgisches Flair schaffen. Das ist indes kaum nötig: Es stellt sich von allein ein.

„City – das Beste unplugged“ heißt das Programm. Doch ganz unplugged geht es nicht, ein paar Kabel sind schon eingestöpselt. Der Titel steht vielmehr für die Auswahl der Songs: viele Balladen und die größten Hits in neuen, akustischen Arrangements. „Das machen wir uns selber zum Geschenk. Und es droht ein schöner Abend zu werden“, ruft Sänger Tony Krahl ins Publikum. „Bis ans Ende der Welt“, spielen Krahl, Keyboarder „Manne“ Henning, Barfuß-Drummer Klaus Selmke, Gitarrist Fritz Puppel und der Teufelsgeiger vom Balkan, Georgi Gogow, der der Band im Wechselspiel mit Krahls charakteristischer Stimme ein unverwechselbares Gepräge gibt. Das ist die Band, wie sie immer war.

„Für immer jung“ ist das zweite Stück. Nomen est omen – wohin man schaut, versonnenes Lächeln, singende Fans, wippende Knie, tanzende Paare in allen Ecken der Kirche. Genauso jung sind die Idole auf der Bühne, die nach 40 Bühnenjahren und mehr als 3500 Konzerten zwar Haare gelassen, aber nichts an Kraft und Feuer eingebüßt haben. Das zeigen sie in jedem der gespielten Hits, die sämtlich dankbar aufgenommen werden. „Erinnert ihr euch noch? Palast der RepublikRock für den Frieden? Da haben wir das gesungen, sehr zum Leidwesen der Veranstalter. Denen fehlte da der Klassenstandpunkt.“ Ein vielstimmiges „Sag mir, wo die Blumen sind“ folgt, danach ein Lied, „das bei den Funktionären immer Herpes ausgelöst hat“ – Bettina Wegeners „Sind so kleine Hände“.

City war zu DDR-Zeiten „geduldete Opposition“. Immerhin galten sie mit Auftritten wie dem im Rockpalast des Westdeutschen Rundfunks als Exportschlager. Auch nach der Wende verschwanden sie nicht in der Versenkung, behielten ihr Publikum, eroberten neues hinzu. Mit der City-typischen Musik, die sich treu bleibt.

Dann ein Song, den Krahl lieber ausfallen lassen würde. „Gefühlte drei Oktaven zu hoch für mich“, scherzt er. „Aber das muss.“ Angesichts des Schneetreibens draußen muss es wirklich sein. „Es ist immer noch Sommer“ – beschwörend wie der Rattenfänger lockt „Joro“ Gogow mit seiner Geige, und das Publikum verströmt sich in einer Hymne kollektiver Ausgelassenheit.

Ein Versprechen gibt Krahl mit der Ankündigung der Ostrock-Tour 2014 – Nachauflage der Tour 2012, bei der City mit den Puhdys, Karat, Pankow und Rockhaus musizierte. „Auch im hohen Alter kann man noch Spaß haben. Das ist betreutes Musizieren“, ruft der Sänger launig. Und wird urplötzlich ernst, um mit dem Lied „Tamara“ der Silly-Frontfrau Tamara Danz zu gedenken. „Bei den Partys blieb sie immer am längsten, nur im wirklichen Leben ging sie viel zu früh.“

Eine Frau im City-T-Shirt schwärmt. „Eine Band, die einen ein Leben lang begleitet hat – da kennt man jedes Lied“ sagt sie. „Das ist ein Stück Erinnerung. Unplugged ist mal was anderes. Auch die Kirche kann rocken.“

Dann der Hit „Was wollen wir trinken?“ Inzwischen hält es keinen mehr auf seinem Stuhl, ob auf der Empore oder im Parkett – die Kirche swingt unisono. „Unter der Haut“ klingt es vielstimmig, und „Play it again, Sam“.

Nach tobenden Ovationen kommen die Musiker zurück auf die dunkle Bühne. Ein Geigenton schwebt zart im Nichts, verdichtet sich und es kommt, was kommen musste, worauf jeder Einzelne im Saal gewartet hat. Der Welthit, der City 1978 zum Durchbruch verhalf – „Am Fenster“. „Na na na nai“, singt das Publikum beseelt und dann küsst Joro sanft seine Geige. Die Töne schwingen noch nach, wie damals schon – das Lied einer Generation und „Für immer jung“. (Von Regine Buddeke)

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