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Fundstücke im Apollotempel nun hinter Glas

Tempelgarten Neuruppin Fundstücke im Apollotempel nun hinter Glas

Die Sparkasse stiftete eine Glasvitrine für den Tempelgarten Verein. Die Ausgrabungsstücke, die zu Beginn der Bauarbeiten hinter dem Apollotempel gefunden wurden, sind nun gut zu bestaunen. Dank eines besonderen Bodens in der Vitrine werden die Ausstellungsstücke vor Feuchtigkeit und Schimmel bewahrt.

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Peter Neiß (r.), Vorsitzender des Tempelgarten-Vereins, mit Kai Wulfes von der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin

Quelle: Lisa Neumann

Neuruppin. Zu Beginn der Bauarbeiten im Tempelgartens stießen Archäologen auf historische Fundstücke, die hinter dem Apollotempel im Boden vergraben waren. Bisher wurden die Funde provisorisch in Kisten aufgebahrt. Demnächst können sich Besucher des Tempelgartens die Stücke anschauen – hinter einer Glasscheibe. Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin übergab dem Tempelgarten-Verein am Dienstag eine Vitrine.

In dem etwa eineinhalb Meter breiten, beleuchteten Schaukasten werden im Untergeschoss des Apollotempels undatierte Glasscherben präsentiert, die ihrer Form nach zu urteilen ein Gefäß gewesen sein konnten. Hinzu kommen Schlackensteine, ebenfalls aus Glas, eine Tabakspfeife aus Schweine- oder Rinderknochen, Kupferknöpfe und Münzen. Lediglich die Münzen konnten dank der Prägung einem Jahrhundert zugeordnet werden. Sie stammen etwa aus den Jahren um 1780.

Fundstücke aus Zeiten von Friedrich II.

Peter Neiß, Vorsitzender des Tempelvereins, verortet die restlichen Fundstücke in der Zeit von Friedrich II. „Mit den Münzen hat er allerdings nicht mehr bezahlt“, sagt Neiß. Bei den anderen Fundstücken, etwa den Glasscherben oder der dünnen Gewandnadel, lohne sich jedoch der Aufwand nicht, das Alter bestimmen zu lassen, so Neiß. „Außerdem fehlt es dafür auch an Geld“, fügt er hinzu. Mangels Geld konnten auch die Wände des Tempels nicht untersucht werden, in denen der Architekt Manfred Selle weitere Stücke vermutet.

Um die Fundstücke besonders gut zu erhalten, ist unter den Ausstellungsstücken ein feuchtigkeitsabsorbierender Untergrund integriert worden. Der soll verhindern, dass die Stücke schimmeln, sagt Peter Neiß.

Ihm sowie dem leitenden Architekten Selle und dem Neuruppiner Museum war es seit Langem ein Anliegen, die Ausgrabungsstücke angemessen zu präsentieren. Dementsprechend stolz zeigte sich Neiß bei der Übergabe der Vitrine. Besucher werden die Ausgrabungsstücke künftig bei Führungen durch den Garten besichtigen können. Bis Ende des Jahres, aber spätestens bis zum Beginn der Gartensaison, sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, erklärt Neiß.

Von Lisa Neumann

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